Tanja Eberle

            Spirituelle Philosophin

Mein philosophischer Blog

 

Definition Philosophie

Wie definieren wir Philosophie?

Philosophie latinisiert bedeutet übersetzt „Weisheit der Liebe“. Dabei wird versucht, die Welt und die menschliche Existenz zu ergründen, zu deuten und zu verstehen.

Es gibt die sogenannte abendländische Philosophie die im 6.Jahrhundert vor Christus im antiken Griechenland entstand.

Zu den Kerngebieten der Philosophie gehören:

Logik

Ethik

Metaphysik

Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie

Philosophie lässt sich nicht verallgemeinern weil jeder Mensch seine eigene Sicht auf die Welt hat. Wichtig erscheint jedoch in der Philosophie, dass Denken und Tun konform erscheinen. Philosophie braucht Ruhe und Musse, um sich entfalten zu können. Das Philosophieren unterstützt ebenfalls die Bewusstseinsentwicklung des Menschen.

Wenn man sich intensiv mit Philosophie beschäftigt, kann es in Dialogen und Diskussionen sehr hilfreich sein da man über die nötigen Argumente im Überblick verfügt.

In der Philosophie ist es unumgänglich auch die einfachsten erscheinenden Grundlagen oder alltägliches  in Frage zu stellen.

Die Philosophie beinhaltet sehr viele verschiedene Bereiche. In diesem Blog beschränke ich mich vor allem auf die Philosophie des Geistes und des Bewusstseins.

UM WAS GEHT ES IN DIESEM BLOG

Ich beschäftige mich nebst der Spiritualität mit Philosophie. In der Philosophie geht es mir vor allem um die Sinnfrage unserer Existenz. Die einfachsten Wörter werden hinterfragt und zerpflückt. Sokrates, ein griechischer Philosoph, hat es mir besonders angetan. Sollte es ihn tatsächlich gegeben haben. Durch ihn entstand auch die Mäeutik.

Mit Mäeutik wird die Vorgehensweise eines Dialogs verstanden. In der Mäeutik versucht man durch geeignete Fragen den Gesprächspartner selbst dazu zu bringen auf den Sachverhalt eine Antwort zu finden. In der Mäeutik führt die Selbsterkenntnis an. Das berühmte Zitat:

„Ich weiss, dass ich nichts weiss“ stammt aus der Zeit der Philosophen.

Unter diesem Aspekt lade ich dich hier zu meinem philosophischen Blog ein und freue mich auf den Austausch mit dir.

Der Sinn des Lebens

Hast du ihn auch schon gesucht? Den Sinn des Lebens? Was hast du gefunden?

Ich war lange auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Mit 44 Jahren habe ich erkannt, dass es keinen Sinn im Leben gibt. Es gibt ihn nicht. Es gibt kein Ziel, welches man erreichen kann. All mein Tun und Handeln ist einzig eine Beschäftigung. Ich beschäftige mich mit Arbeiten, lesen, schreiben, meinen Sohn aufziehen, meiner Leidenschaft nachgehen. Doch all die Aktivitäten beinhalten einzig und allein ein sich beschäftigen. Schlussendlich ist alles nur ein Warten auf den körperlichen Tod. Und bis er kommt, muss ich mich irgendwie beschäftigen. Zu glauben, dass das Leben einen Sinn hat, existiert in meiner Gedankenwelt nicht. Vielleicht wendest du jetzt ein, dass ich an einer Depression leide. Nein, tue ich nicht. Dieses Bewusstsein hat absolut nichts mit einer Depression zu tun. Es ist das Bewusstsein, dass es um nichts geht im Leben. Wenn ich nicht mehr denke, erkenne ich, dass es nichts gibt. In dieser Leere gibt es keine Gedanken die irgendetwas erschaffen wollen. In dieser Leere gibt es kein ICH mehr. Das ICH ist eine Illusion.


Seppuku

In unserer Gesellschaft wird das Thema Suizid unter den Teppich gekehrt. Wir sprechen nicht darüber. Zu befangen und ohnmächtig begegnet uns der Suizid in unseren Gedanken. Jeder kennt jemanden aus seinem Umfeld, bei dem ein Mensch irgendwann sein Leben beendet hat. Beiläufig wird es in einem Gespräch Mal erwähnt, jedoch nicht näher darauf eingegangen. « Er lebt in schwierigen Familienverhältnissen. Seine Mutter war früh gestorben und seine Schwester hatte sich mit 19 Jahren das Leben genommen. « So in etwa hört sich dann so ein Gespräch an.

Ich habe mich entschieden, mich diesem Thema intensiver zu widmen und werde mich in den nächsten Texten mit meinen Gedanken damit auseinandersetzen. Ich möchte mir meiner eigenen Gedanken in Bezug auf den Suizid bewusst werden und neue Erkenntnisse gewinnen. Dies gelingt mir oft nur in einem intensiven Austausch mit mir selbst. Dabei ist es mir wichtig die beiden Ur-Ängste in Zusammenhang mit dem Suizid genauer anzuschauen und zu analysieren.

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In Japan gibt es den Seppuku. Er bezeichnet eine ritualisierte Art des männlichen Suizids in Zusammenhang mit der Schicht der Samurai. 1868 wurde Seppuku offiziell verboten.

Ein Mann, der wegen einer Pflichtverletzung sein Gesicht verloren hatte, konnte durch Seppuku die Ehre seiner Familie wiederherstellen.

Weitere Gründe für Seppuku waren:

-Strafe für einen Gesetzesverstoss

-herrenlose Samurai die ihren lokalen Herren verloren hatten und ihm in den Tod folgten, wenn sie die schriftliche Erlaubnis von ihm hatten

Der Begriff Harakiri wird vor allem in Europa gebraucht. Dabei geht es um die Suizidart sich den Bauch aufzuschneiden

Hier weitere Wortbegriffe:

-Tofuku: Schlachten des Bauches

-Isame Fuku: Suizid aus Protest

-Junshi: in den Tod folgen

-Keikei: Schlafzimmerstrafe für den Hofadel ( das verstehe ich im Moment gerade nicht )

Seppuku war den Samurai vorbehalten. Priester, Bauern, Handwerker oder Händler durften es nicht durchführen, da man glaubte, dass sie die großen Schmerzen nicht ertragen könnten.

Die Zeremonie um die eigentliche Selbsttötung wurde über mehrere Jahrhunderte immer wieder verändert, wobei auch geringe regionale Unterschiede entstanden. Zu einem offiziellen Seppuku mit einem kaishaku-nin gehörten jedoch mindestens das Tragen von weißer Kleidung als Symbol für die spirituelle Reinheit (die durch das Öffnen des Bauches zum Vorschein kommen sollte), die Anwesenheit eines Shinto-Priesters und eines Protokollanten, die Einnahme einer letzten Mahlzeit und das Verfassen eines Todesgedichtes (meist in Form eines Haiku). Das Ritual wurde zumeist im Garten des eigenen Anwesens, vor dem örtlichen Shintō-Schrein (jedoch außerhalb der Zugangstore und somit nicht auf geweihtem Boden) oder an einem speziell dafür eingerichteten Platz am Hofe des jeweiligen Fürsten durchgeführt. Seltener dokumentiert sind Seppuku innerhalb eines Gebäudes, für die spezielle Tatami (Reisstrohmatten) mit weißer Borte hergestellt wurden, die nach dem Abschluss der Zeremonie und der Verbrennung und Beisetzung des Samurai entsorgt wurden.

Für gewöhnlich gewährte man Samurai für ihr Seppuku eine Vorbereitungszeit zwischen zwei und sechs Monaten. Ob es Samurai gab, die in diesem Zeitraum Fluchtversuche unternahmen, ist nicht bekannt, da kein solcher Fall je dokumentiert wurde. Da ein Samurai vom eigenen Clan nicht gefangen gehalten werden konnte, wurden nur vereinzelt und in größeren Zeitabständen Beamte entsandt, um sich nach dem geistigen und körperlichen Zustand der sich besinnenden Person zu erkundigen. Bei einer Kriegsgefangenschaft gab es eine verkürzte Variante des Seppuku-Rituals.

Auch Frauen verübten zuweilen ritualisierten Suizid, dieser wurde jedoch mit dem generischen Begriff jigai (自害) bezeichnet.Dabei stachen sie sich mit einer Haarnadel oder einem Kaiken in die Halsvene. Um eine Entehrung zu vermeiden, wurden vorher die Beine mit einem Band aus Leder oder Seide zusammengebunden, um ein Spreizen der Beine im Todeskampf zu verhindern.

Wikipedia abgerufen 27.10.2019


Eselsbegräbnis

Zur Zeit beschäftige ich mich gerade mit dem Thema Suizid. Ein Tabuthema, welches bereits die Philosophen vor und nach der Zeitzählung beschäftigt hat. Auch heute sind wir noch weit entfernt dieses Thema des Suizids neutral und ohne Wertung zu betrachten. In meinen Recherchen stiess ich auf das Wort Eselsbegräbnis. Eine philosophische Auseinandersetzung mit dem Thema lohnt sich. Zudem erkennen wir, wie Religionen Einfluss auf die Gedanken der Menschen nehmen.Und dies bis heute nicht ohne Folgen.

Folgenden Wikipedia Artikel möchte ich dir hier zum Lesen bieten:

Unter einem Eselsbegräbnis (lateinisch sepultura asini, sepultura asinina, sepultura asinaria[1]) verstand man im Mittelalter und in der frühen Neuzeitdie unehrenhafte Beisetzung eines gesellschaftlichen Außenseiters, meistens eines Selbstmörders. Der Begriff leitet sich von Jer22,19  LUT ab: „Er [der Verfluchte, Jojakim, König von Juda] soll wie ein Esel begraben werden, fortgeschleift und hinausgeworfen vor die Tore Jerusalems.

Mittelalterliche Beurteilung der Selbsttötung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach jüdischer und später auch christlicher Auffassung war der Suizid eine schwere Sünde, weil ein Mensch damit dokumentiere, dass er nicht an die Gnade und Güte Gottes geglaubt habe.

Unter den Christen des Mittelalters und der frühen Neuzeit war die Selbsttötung ein Vergehen, das nicht nur dem Seelenheil des betreffenden Menschen größten Schaden zufügte, sondern auch für die Gemeinschaft Unheil bedeutete. Ein Suizid brachte nach einem verbreiteten Volksglaubenunweigerlich Hagelschlag, Stürme und Dürre über ein Dorf, und der tote Selbstmörder stieg in der Nacht als Wiedergänger aus seinem Grab, um die Lebenden zu quälen, mit Krankheiten zu infizieren und sie zu sich ins Totenreich zu holen. Wer mit der Leiche eines Suizidenten in Berührung kam, wurde unrein und lief Gefahr, selbst zum Geächteten innerhalb der dörflichen oder städtischen Gemeinschaft zu werden.

Deshalb wurde der Leichnam eines Menschen, der sich erhängt hatte, meistens vom Abdecker oder Wasenmeister oder sogar vom Henkerabgeschnitten und durch ein Fenster, die Hintertür oder die Dachluke ins Freie geschafft, aber auf keinen Fall durch die Vordertür, die nur „ehrlich“ verstorbenen Menschen vorbehalten war. Andernfalls konnte der Tote den Weg zurück ins Haus finden und den Lebenden Schaden zufügen. Zuweilen wurden sogar Löcher in die Außenwand geschlagen, die man nach dem Wegschaffen der Leiche wieder vermauerte, um dem schädigenden Wiedergänger die Rückkehr zu erschweren.

Der Körper eines Menschen, der sich ertränkt hatte, durfte nur mit Stangen, Haken und Netzen aus dem Fluss geholt werden.

Die Behandlung der Leiche eines Suizidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter wurde der tote Selbstmörder wie ein Krimineller einem regulären Gerichtsverfahren unterzogen, bei dem festgestellt werden musste, ob sich dieser Mensch das Leben genommen hatte, um sich einer anderen Strafe zu entziehen, oder ob er aus Verzweiflung oder aus „Melancholie“ heraus gehandelt hatte oder auf Verführung durch den Teufel hin. In den beiden letztgenannten Fällen konnten der Familie wenigstens die Enteignung ihres Vermögens und die Wüstung, das heißt die Zerstörung des Hauses, erspart werden. Auf jeden Fall wurde die Leiche wie der Körper eines lebenden Verbrechers zum Schandanger geschleift und dort „hingerichtet“, und oft ging dem Aufhängen oder der Enthauptung das Rädern voraus, bei dem alle Gliedmaßen zerschmettert wurden. Diese Maßnahme sollte den Toten daran hindern, in voller Körperlichkeit dem Grab zu entsteigen und Rache an den Lebenden zu nehmen. Deshalb war es auch nicht unüblich, den Leichnam zu fesseln oder mit einem langen Weißdornpfahl zu durchbohren und so in seinem Grab festzubannen. Auch eine Schicht aus Dornen, die über den Toten gestreut wurde, konnte diesen Zweck erfüllen. Auf jeden Fall durften beim Begräbnis keine christlichen Riten vollzogen werden. Der Tote wurde wie ein verendetes Tier – eben wie ein Esel – verscharrt. Oft fesselte man die Leiche zusätzlich mit dem Galgenstrick und drehte sie mit dem Gesicht nach unten, damit die schädigenden Kräfte, die in ihr steckten, ins Innere der Erde abgeleitet wurden. War der Suizident geköpft worden, wurde der Kopf meistens an einer anderen Stelle beigesetzt oder dem Leichnam zwischen die Beine bzw. an die Füße gelegt. Daher werden wiederkehrende Selbstmörder in den westeuropäischen Volksüberlieferungen oft als kopflose Reiter oder kopflose Wiedergänger geschildert. Frauen, die ihr Neugeborenes getötet und sich dann selbst das Leben genommen hatten, gingen im Rheinland oft als „kopflose Juffer“ um.

Wenn der Leichnam nicht an einer Wegkreuzung oder auf dem Hinrichtungsplatz verscharrt oder noch besser in einem Sumpf oder Moorversenkt wurde, konnte man ihn auch in ein Fass stecken und in einen Fluss werfen. Eine solche Maßnahme wurde als „Rinnen“ bezeichnet und sollte den sündigen und daher potentiell schädigenden Körper möglichst weit weg von seinen bisherigen Mitmenschen fortschaffen. Diese und andere entehrenden Maßnahmen unterblieben nur dann, wenn sich glaubwürdige Zeugen fanden, die vor Gericht unter Eid bestätigten, dass der Suizident vor seinem Tod noch Reue über seine Tat gezeigt habe.

Die Behandlung der Leiche eines Suizidenten in der Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 16. Jahrhundert wurde die postmortale „Hinrichtung“ nicht mehr vollzogen. In England und Schottland war es allerdings bis 1824 dem Friedensrichter freigestellt, ob er den Leichnam mit einem Pfahl durchbohren und hinter einem Pferd zu einer als Begräbnisstätte geeigneten Stelle außerhalb des bewohnten Ortes schleifen lassen wollte. Üblich wurde nun das eigentliche Eselsbegräbnis, das heißt die Beisetzung des Selbstmörders ohne jeden Ritus eines kirchlichen Begräbnisses und meistens auch ohne Anwesenheit eines Priesters oder anderer Gemeindemitglieder. Die Beisetzung erfolgte vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang und wurde durch den Henker oder den Totengräbervollzogen, der durch seine berufliche Tätigkeit ebenfalls den Status eines Außenseiters innehatte. In den meisten Gegenden Westeuropas wurde das Verscharren des Selbstmörders außerhalb des Friedhofs zwar verboten, aber dennoch war die Beisetzung mit allerlei diskriminierenden Zeremonien verbunden. In Frankreich beispielsweise wurde der Sarg nicht durch die Friedhofspforte getragen, sondern über die Mauer gehoben, wobei er mehrfach gedreht wurde, als wollte man den Selbstmörder verwirren und so an seiner Wiederkehr hindern.

Doch nicht überall wurde die Beisetzung eines Selbstmörders auf dem Friedhof von der Bevölkerung akzeptiert. Aus der frühen Neuzeit sind Fälle bekannt, in denen die Obrigkeit die ordnungsgemäße Beisetzung mit Waffengewalt gegen die aufgebrachten Dorfbewohner durchsetzen musste. Als Entgegenkommen an die Glaubensvorstellungen der Untertanen wurde aber meistens gestattet, dass der Tote nicht in geweihter Erde begraben wurde, sondern seine Ruhestätte an der Friedhofsmauer fand, oft an der Nordseite, die traditionell als unheimlich und „dämonisch“ betrachtet wurde. Hier wurden auch die totgeborenen und ungetauften Kinder beigesetzt.

Fortleben alter Vorstellungen im 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskriminierende Formen der Behandlung von Selbstmörderleichen finden sich auch noch im 20. Jahrhundert. Häufig wurde das Grab mit einem niedrigen Eisengitter eingezäunt, oder man rammte an den vier Ecken einen Eisenpfahl ins Erdreich. Diese Bräuche erinnern an die einst weit verbreitete Angst, der Selbstmörder könne in der Nacht als Wiedergängeraus seinem Grab zurückkehren und müsse durch bannendes Metall festgehalten werden. In den mittelenglischen Cotswolds pflegte man noch vor dem Ersten Weltkrieg einem Selbstmörder – wie auch anderen Toten, deren Wiederkehr zu befürchten war – eine lange Stopfnadel auf die Brust zu legen oder sie in den Fuß zu drücken, bevor die Leiche in den Sarg gehoben wurde.

https://de.wikipedia.org/wiki/Eselsbegräbnis

Abgerufen am 5.Oktober 2019


Autor tanjaebeVeröffentlicht am 5. Oktober 2019
 

Weltbild erschüttert

Galileo Galilei wurde laut Geschichte als Italiener am 15.Februar 1564 geboren und starb am 8.Januar 1642. Er war bekannt als Astronom, Philosoph, Mathematiker und Physiker.

G.G. wie ich ihn hier nenne, widmete sich der Astronomie. Um ausgiebig forschen zu können, entwickelte er ein Fernrohr das ihn in den Weltall blicken liess. Er stellte fest, dass sich die Erde um die Sonne drehte und nicht wie anhin angenommen das Sonnensystem um die Erde. 1615 veröffentlichte G.G. diese Forschungsergebnisse. Man nennt es heute das heliozentrische Weltbild. Seine Theorie bestätigte vor allem die Annahme von Nikolaus Kopernikus. N.K. war ebenfalls ein Astronom. Er konnte seine Theorie jedoch nie wissenschaftlich belegen. G.G. gelang dies. Nur war sein neues Weltbild in katholischen Kreisen nicht sehr willkommen, da es der Bibel widersprach. Es wurde G.G. seitens Kirche verboten, seine Lehre zu verbreiten. Papst Urban VIII spielte dabei eine wichtige Rolle.

Kannst du dir vorstellen, wie mutig und sicher sich G.G. fühlen musste, um seine Theorie zu vertreten? Er wusste, dass er mit seinen Forschungsergebnissen ein Weltbild erschuf, dass für alle Bewohner auf der Erde neu und evolutionär war. Nun, erfreut waren sie nicht die Katholiken. Es entsprach nicht den Worten in der Bibel und machte die Bibel unglaubwürdig oder zumindest konnte sie in Frage gestellt werden. Das will man in der Rolle als Papst der katholischen Kirche natürlich unterbinden und nicht noch unterstützen.

Ich bin mir bewusst, dass ich hier in diesem Blog eine Gedankenwelt vertrete, dass viele LeserInnen irritiert oder sogar zurückschreckt. Matthias Pöhm, Rhetoriktrainer, schreibt in seinen Büchern und in seinem spirituellen Blog ausführlich über seine Forschungsergebnisse, die ich hier immer wieder in meinen Blogs erwähne. Ich bin davon überzeugt, dass seine Erkenntnistheorie in die Geschichte eingehen wird, weil ich sie an mir selbst beobachten kann. Die Konsequenz, die sich jedoch daraus erschliesst, ist, dass unter anderem die Psychologie einiges an Modellen wie folgt zu korrigieren hat:

  • Es gibt nur ein ICH durch Fremdwahrnehmung
  • Wir alle tragen zwei Urängste in uns
  • Es gibt keine Selbstliebe und Selbstbestimmung
  • Gefühle entstehen durch Gedanken
  • An jedem Gedanken haftet der Glaube
  • Wir denken und glauben gleichzeitig
  • Wir haben ständig Angst in den Augen der anderen niemand zu sein

Ich beende hier mal Pöhm`s evolutionäre Erkenntnistheorie. Wenn ein Mensch offen ist, bereit, sich selbst anzuschauen, bereit, in eine Auseinandersetzung mit seinen eigenen Gedanken zu gehen, dann wird sich sein Weltbild verändern. Falls nicht, weil das eigene Weltbild zu stark erschüttert werden könnte, dann wird sich dieser Mensch von diesem neuen Weltbild distanzieren und sein eigenes verteidigen wollen. Es würde zu starke Erschütterungen auslösen, wenn Mensch sich plötzlich seiner Gedanken bewusst wird. Es würde ihm den Teppich unter den Füssen wegziehen. Die Identifikation mit dem ICH wird durch dieses neue Weltbild stark hinterfragt. Somit gibt es viele gute, scheinbar logische Aussagen gegen die Weltbild-Erschütterung wie:

«Das ist dein Filter der Interpretation.»

«Das ist deine Wahrnehmung. Die hat nichts mit meiner zu tun.»

«Das sind deine Gedanken. Das hat nichts mit mir zu tun. Ich denke anders.»

«So denke ich nicht.»

Kannst du dir jetzt vorstellen, welche Kraft, welchen Mut, welche Ausdauer, welches Vertrauen, welche Zuversicht, welches Wissen und welche Überzeugung dieser G.G. im 16. Jahrhundert ! aufbringen musste, um diesem neuen wissenschaftlichen Weltbild eine Chance zu geben sich entfalten zu können? Er bekam nicht mal eine anständige Beerdigung noch ein Grabstein als er starb. Weil er das Weltbild vieler Menschen erschüttert hatte. Und heute ist es einfach normal und wird uns in der Schule gelehrt.


Autor tanjaebeVeröffentlicht am 21. September 2019




Was ist Glück? Was ist Glückseligkeit?

Die Glücksphilosophie

«Die Philosophie des Glücks (Glücksphilosophie) ist die Richtung der Philosophie, die sich mit der Natur und den Wegen zum Erlangen des Glücks bzw. der Glückseligkeit ( griechisch eudaimonia ) auseinandersetzt. Sowohl die klassische westliche Philosophie ( Philosophie der Antike )als auch die östliche Philosophie beschäftigen sich seit ihren Anfängen mit dem Thema Glück. Weil das Glücksstreben eine uralte Sehnsucht des Menschen ist, zählt der Themenkreis zu allen Zeiten zu den Kernelementen der Philosophie und wird dementsprechend auch von modernen Philosophen bearbeitet».

Wikipedia 2019

Glück

Wenn ich Glück unter den Philosophen google bekomme ich einen ellenlangen Text zu lesen. Am Ende stelle ich fest, dass jeder einzelne Philosoph von Aristippos von Kyrene bis hin zu Friedrich Nietsche sich irgendwann in ihrem Leben mit dem Begriff Glück geistig auseinandergesetzt haben.

Wenn ich Glück definiere, dann unterscheide ich zwischen Glück und Glückseligkeit. Glück ist für mich ein kurzer vorübergehender Emotionszustand. Glücksmomente schütten Hormone aus die für das Empfinden verantwortlich sind. Glück richtet sich nach Aussen zu etwas hin oder ist von einem Objekt abhängig. Ich führe hier ein paar Beispiele an:

·       Glück in einer Beziehung zu haben

·       Glück Kinder zu haben

·       Glück einen erfüllten Beruf zu haben

·       Glücklich verheiratet zu sein

Es gibt eine Studie:

«Bei einer vom Time Magazin 2004 durchgeführten telefonischen Befragung von 1000 Teilnehmern, was ihnen im Leben das größte Glück beschert habe, gab über die Hälfte der Befragten die Kinder/Enkel (35 %) oder die Familie (17 %) an, 11 % nannten ihre Religion, 9 % ihren Partner».Wikipedia 2019

Wir definieren also Kinder als das grösste Glück auf Erden. Wenn ich in einem Kinderhotel ein paar Tage verbringe, dann muss ich automatisch, ob ich will oder nicht, diese Studie hinterfragen. Warum? Weil ich nur gestresste Gesichter herumlaufen sehe, Mütter und Väter mit hochziehenden Augenbrauen, ständigem Nein-schüttelndem Kopf: « Nein, mein Schatz, das darfst du nicht. Komm her mein Schatziputzi, du machst dich schmutzig. Mein Schatz, du musst noch was essen. Mein Schatz sei schön brav, beweg dich ja nicht.» Aber das ist noch nicht alles. Es geht weiter. Wehe ein anderes Kind kommt seinem Kind zu nahe und reisst dem Kind sein Spielzeug aus der Hand, weil es «dein» und «mein» noch nicht unterscheiden kann mit 3 Jahren. Und wehe, ein Kind wagt es, während dem Essen nicht still zu sitzen bis der Hauptgang weg ist, sondern lieber draussen auf der Spielwiese herumtoben will. Und das Interessante an meinen Glücksbeobachtungen über Kinder: Nur die eigenen Kinder werden geliebt. Alle anderen Kinder werden nicht beachtet, sind störend. Lässt man Aussen vor. Sind lästig. Das definieren wir als Glück. Ein wunderbarer Fortschritt in unserer Evolution. Wann sind wir endlich ehrlich zu uns selbst? Wann werden wir den Mut haben, sagen zu können, dass Kinder, genau so wie ein Partner, ein Traumjob und eine Villa an der Cote d°Azur, uns nicht das grösste Glück bescheren? Wann erkennen wir, dass wir in der Gesellschaft jemand sein wollen durch Kinder? Wann beenden wir als Gesellschaft den Irrglauben, dass Kinderhaben das grösste Glück ist? Wann erkennen wir, dass Kinder unsere Ängste widerspiegeln? Angst, niemand zu sein ohne Kinder. Kinder entstehen aus Angst und nicht aus Liebe.

Glückseligkeit

Glückseligkeit hat nichts mit Glück zu tun. Glückseligkeit ist ein Dauerzustand im Sein. Sie ist nicht von aussen, also von einem Objekt abhängig. Glückseligkeit kann ich mit Seelenfrieden gleichsetzen. Ich bin in einem Dauerzustand von Frieden mit mir selbst. Unabhängig von äusseren Umständen. Glückseligkeit finde ich in der Auseinandersetzung mit mir selbst; durch Selbsterkenntnisse.


Was ist Selbstliebe?



Seit ich lesen kann, lese ich immer wieder in Ratgebern und Zeitschriften über die Selbstliebe. Es gibt ja sehr viele Sprüche und Zitate über die Selbstliebe wie:

Nimm dich selbst an. Dann musst du dir die Liebe von anderen nicht leihen.

Sei du selbst. Sei anders.

Sei liebenswert, wenn du geliebt werden willst.

Um dich geliebt zu fühlen musst du zuerst dich selbst lieben.

Selbstliebe ist die Voraussetzung für wahre Nächstenliebe.

Liebe dich selbst, dann finden dich auch die anderen begehrenswert.

Wer sich selbst mag, vermag auch andere zu mögen.

Liebe erst dich selbst, akzeptiere wer und was du bist, mit all deinen Fehlern; erst dann wirst du wissen was Liebe ist und andere lieben können wie sie sind.

Ja, das alles schreiben sie über die Selbstliebe. Als ich mich mit der Frage was ein Ich ist auseinandergesetzt habe, stiess ich auf die Selbstliebe. Wenn ich erkannt habe, dass ich weder meine Gedanken, noch mein Körper bin, wer bin ich dann? Und wenn ich dies alles nicht bin, wie kann ich mich dann selbst lieben? Ist das dann überhaupt noch möglich? Wenn ich erkannt habe, dass ich nicht mein Körper und meine Gedanken bin und mich nicht mehr damit identifiziere, was bin ich dann? Wenn ein Mensch stirbt, erkennst du, dass du nicht dein Körper und deine Gedanken bist. Du bist Energie. Ich nenn es Seelenenergie. Diese Seelenenergie verlässt beim Eintreffen des Todes den Körper. Du bist nicht dein Verstand und nicht dein Körper. Du bist die Seelenenergie die deinen Körper bewohnt. Dein Verstand baut dir die Illusion auf, dass du der Verstand und dein Körper bist. Du glaubst an deine Gedanken, obwohl du keine Ahnung hast, woher deine Gedanken den ganzen Tag kommen. Wir haben keine Ahnung. Trotzdem glauben wir unseren Gedanken.

Die Wissenschaft hat ihre Begründung, die Esoterik hat ihre Begründung, die Spirituellen haben ihre Begründung und die Philosophen. Begründung über die Selbstliebe. Je nach Perspektive. Ich zeige dir hier eine Perspektive auf die du selbst an dir täglich beobachten kannst. Aber ich weiss, dass dein Verstand dagegen kämpfen wird. Jetzt pass auf:

Es gibt keine Selbstliebe.

Ja, richtig. Es gibt gar keine Selbstliebe. Du kannst dich nicht selbst lieben, weil du nur ein Ich durch Fremdwahrnehmung hast. Wenn du nur ein Ich durch Fremdwahrnehmung hast, kannst du dich auch nicht lieben. Du bist Energie. Ich kann mir sehr schlecht vorstellen, dass sich Energie selbst lieben kann. Du schon?

Was ist ein Ego / Ich? Wer bin ich?

Da streiten sie sich, da diskutieren sie, da gibt es tausende von Theorien, was ein ICH ist. Alle. Seien es die Philosophen, die Psychologen, die Spirituellen, die Erleuchteten oder der Nachbar von Nebenan. Jeder hat das Gefühl zu wissen, wer er ist oder was ein Ich ist.

Schauen wir uns dies Mal ganz pragmatisch an. Ich habe einen Körper und einen Verstand. Dem würden wohl alle zustimmen. Ich definiere mich als Mensch. Ich bin erst Mal ein Mensch mit einem Körper und einem Verstand. Wenn ich in einen Spiegel blicke, dann sehe ich meinen Körper und baue mir die Illusion auf, dass ich dieser Körper bin. Wenn ich etwas tue, etwas erschaffe, etwas fördere oder behindere, wenn ich helfe, wenn ich stehle, wenn ich Schaden anrichte, wenn ich mich vergnüge, wenn ich Auto fahre, wenn ich koche, wenn ich lese, wenn ich schreibe, wenn ich auf Facebook poste dann glaube ich daran, dass dies mein Verstand, mein Ich ist. Ich definiere mein Ich über diese Gedanken und Tätigkeiten. Mein Ich definiere ich auch über meine Rollen die ich im Leben spiele. Ich bin der Hausmeister, der Bettler, der spirituelle Guru, das arme Opfer eines Bombenangriffs, die betrogene Hausfrau, der verlassene Ehemann, der Lehrer, der Gemeindepräsident, die Verkäuferin, die Psychologin, der Staatspräsident, der Arzt, der Patient, die Gärtnerin. Such dir eine Rolle aus. Ich überlege mir also, wer ich sein möchte in den Augen von anderen. Wenn ich schreibe, dass ich ein Sterbecoach bin, dann möchte ich, dass ich in deinen Augen  in dieser Rolle von dir so gesehen werden will. Ich gebe vor, wer ich in deinen Augen sein möchte. Mein Ich existiert nur in der Fremdwahrnehmung. Dieses Ich lebt nur, wenn du mich auch so siehst, wie ich gerne gesehen werden möchte. Dabei habe ich immer diese ständige Angst, nicht so gesehen zu werden, wie ich gerne gesehen werden möchte.

Nehmen wir ein Beispiel:

Während du auf deinem Sofa sitzt, entdeckst du eine Spinnwabe                        ( Helvetismus ) irgendwo in deinem modisch eingerichteten Wohnzimmer. Du springst vom Sofa auf und holst dir den Wischmob und entfernst diese Spinnwabe so rasch wie möglich. Was treibt dich dazu an dies zu tun? Wen stört schon eine Spinnwabe? Du entfernst die Spinnwabe, weil du dir vorstellst, dass diese jemand anderes sehen könnte. Dieser andere könnte denken: « Wie führt die denn ihren Haushalt? Ist sie etwa so schmuddelig? Hier würde ich nicht übernachten wollen.» Du stellst dir bei der Spinnwabe vor, was wohl andere über diese Spinnwabe denken würden über dich! Du möchtest jedoch nicht negativ gesehen werden von anderen. Deshalb entfernst du sie. Du möchtest lieber für dein modisch eingerichtetes Wohnzimmer Anerkennung für den guten Geschmack bekommen. Dies alles spielt sich täglich in deinen Gedanken ab. 24 Stunden, 365 Tage im Jahr.

Dein Verstand wird nun versuchen mir zu widersprechen. Dein Verstand versucht sich zu rechtfertigen. Er kämpft. Das ist nichts Schlechtes oder Gutes. Es ist einfach so. Wenn du Abstand von deinen Gedanken nimmst und beobachtest was du den ganzen Tag denkst, wirst du genau dies, was ich dir hier beschreibe in deinen Gedanken bestätigt bekommen.

Stell dir vor du wärst eine Rolle Klopapier. Auf jedem Stück WC-Papier das du abtrennst, steht eine Lebensrolle. Stell dir weiter vor, dass du bei jeder Erkenntniserweiterung deine Rolle Klopapier immer weniger wird. Du erkennst Stück für Stück, dass du nicht deine Rollen bist die du im Leben spielst. Auch nicht dein Körper. Somit verlierst du stückweise deine Identität, dein Ich. Irgendwann hältst du nur noch die nackte Kartonrolle in deinen Händen. Du bist nackt. Ohne ich. Du hast alle Rollen in deinem Leben erkannt und abgelegt. Wenn du auf die Kartonrolle gestossen bist, liegst du auf dem Sterbebett.  Du hast erkannt, dass nichts in deinem Leben eine Bedeutung hatte. Du hast erkannt, dass dein Ich ein Konstrukt ist, aufgebaut auf einer Illusion. Jederzeit änderbar. Heute ein Politiker morgen ein Bettler. Nun fällt alles wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Auf dem Sterbebett.

Wer bist du jetzt? Wo ist dein Ich?


Veröffentlicht am 2. August 2019Schreibe einen Kommentar