Tanja Eberle

      Spirituelle Philosophin



 
Mein Blog


Definition Spiritualität

Wie definiere ich in meinem Verständnis Spiritualität? Spiritualität bedeutet für mich die Erkenntnis zu erlangen «wer bin ich»? Es bedeutet zu erkennen, dass es kein Ich und Du in der getrennten Form gibt sondern das alles Eins ist. Diese Spiritualität orientiert sich nicht nach aussen an Objekten, Menschen oder Wesen. Diese Spiritualität orientiert sich nach innen. Ich beobachte alleine mich als Mensch. Was denke ich wirklich den ganzen Tag? Was ist ein «ICH»? Wie entsteht ein «ICH»? Welche Ängste begleiten mich auf dieser Welt als Mensch. Meine Spiritualität will die tiefsten Ebenen meines Menschseins ergründen und erkennen. Dazu benötige ich eine schonungslos ehrliche Beobachtung über mich selbst. Es geht weit über eine  Selbstreflexion hinaus weil es kein Selbst gibt. 

 


 


Fragen die ich in meinen Texten stelle, stelle ich jeweils mir selbst. Es geht dabei nicht um ein Richtig oder Falsch, Gut oder Schlecht. Es geht mir um die Auseinandersetzung meiner eigenen Gedanken. Dabei versuche ich der Logik des Denkens zu folgen.







Herzlich willkommen. Trete ein in meine Welt der Gedanken......


Gedanken werden überbewertet

Aktualisiert 1.August 2020

Genau! Stell dir mal vor, es gäbe keine Gedanken die kommen und gehen. Was wäre dann? Nichts. Es wäre einfach still. Es gäbe keinen Krieg, es gäbe keine Flucherei beim Autofahren, es gäbe nichts mehr worüber man lachen, weinen, sich ärgern oder trauern könnte. Weil es eben keine Gedanken mehr geben würde. Es sind Gedanken die uns Emotionen erleben lassen. Wenn ich denke, entstehen Emotionen. Es gibt keine Emotion ohne vorherigen Gedanken. Wenn ich meine Gedanken betrachte und ihnen keinen Glauben schenke dann bin ich emotionslos. Ich bin einfach ohne das ich werte oder urteile. Wenn ich meinen Gedanken glaube und nämlich so, dass ich davon überzeugt bin, dass ich meine Gedanken bin, dann identifiziere ich mich mit meinen Gedanken und lebe in der Illusion, dass ich meine Gedanken bin. Ich verteidige also meine Gedanken gegenüber anderen wenn diese eine andere Meinung haben als ich. Ich bin überzeugt davon, dass mein Denken wahrhaftig richtig ist und wenn nötig überzeuge ich auch andere davon. Ich denke ich bin meine Gedanken. Bin ich aber nicht. Und weshalb nicht? Weil ich nicht bestimmen und kontrollieren kann was ich denke. Es denkt einfach. Oder kannst du bestimmen was du in 5 Minuten denken möchtest? Kannst du bestimmen, dass du immer nur positive Gedanken hast? Kannst du bestimmen, ob du in den nächsten 5 Minuten immer noch gelassen bleibst und lächelst, wenn dich ein Autofahrer beschimpft und dir den Mittelfinger zeigt? Kannst du kontrollieren, was du morgen oder am Dienstag den 4.August um 16.00 Uhr denken wirst? Nein, kannst du alles nicht. Und trotzdem glauben alle, dass man für seine Gedanken verantwortlich ist. Manchmal lässt man andere davon teilhaben manchmal behält man seine Gedanken lieber für sich…aus Scham, aus Neid, aus Liebe, aus Freude, aus Eifersucht, aus Gier ect…Man ist davon überzeugt, dass man diese Gedanken alle selbst produziert. Ich sage dir, dass ist die grösste Illusion die ich in meinem Leben bis anhin erkannt habe. Ich bin nicht meine Gedanken und somit kann ich auch nicht für sie verantwortlich sein. Gedanken kommen und gehen. Je mehr ich dem Gedanken meinen Glauben schenke desto mehr manifestiert er sich in meinen Handlungen. Wenn ich denke dann glaube ich gleichzeitig. 

 

Es ist ganz einfach. 

Gedanken werden ständig überbewertet.  



Aktualisiert 02.06.2020

Warum trauern wir?

Ich habe ein Gedankenexperiment mit dir vor. Stell dir vor Du schwebst im Weltall - Millionen von Lichtjahren von unserer Milchstraße entfernt. Nichts und niemand ist um dich herum. Du schwebst einfach im Nichts. Niemand kann dich sehen, niemand weiß, dass du hier bist. 

Es gibt Niemanden, in dessen Augen du eine Rolle spielst, es gibt niemand, dem du gefallen könntest, es gibt niemand der dich kritisieren könnte, es gibt niemand, der dich mit deinem Namen anreden könnte, es gibt keine Menschen, keine Wesen, die etwas über dich denken könnten... Seit über 100 Jahren bist du an diesem Ort. 

Jetzt beantworte dir die Frage: "Wer bin ich?" (tu das jetzt wirklich) 

Die einzige Antwort die auftauchen kann ist: „Nichts, oder niemand“ 

Denn du hast keine Identität ohne andere Menschen. Du brauchst andere Menschen, die in dir etwas sehen. Und DAS hältst du für dich selbst. 

Die denkst, du bist freundlich. Wenn es keine andere Menschen gibt, die dich als freundlich sehen, kannst du keine Identität als freundlicher Mensch haben. 

Du denkst du bist Schweizer. Stell dir vor, es gäbe niemand anderes als die Schweizer. Dann könntest du keine Identität als Schweizer haben. 

Du bist Architekt. Wenn es keine andere Menschen gibt, die dich als Architekt sehen, kannst du keine Identität als Architekt haben. 

Dein Ich, deine Identität, deine Persönlichkeit ist nur aufgebaut auf der Fremdwahrnehmung. 

Eines Tages stirbt ein Mensch den du sehr geliebt hast. Eine Welt zerbricht für dich. Du befindest dich im Schockzustand. Plötzlich ist nichts mehr so wie es war. Du trauerst. Du trauerst jedoch nicht um den geliebten Menschen. Nein, du trauerst um deinen eigenen Verlust, um dich selber. Was mache ich ohne dich?

Ich habe niemand mehr, mit dem ich mich unterhalten kann. Ich habe niemanden mehr, der mir sagt, wie lieb er mich hat. Ich habe niemanden mehr der mich versteht. Ich habe niemanden mehr welcher zu mir steht wenn ich kritisiert werde. Ich habe niemanden mehr mit dem ich lachen kann. Ich habe niemanden mehr mit dem ich tanzen kann. Ich habe niemanden mehr mit dem ich meine geheimsten Gedanken teilen kann.

Wenn man dies nun auf das Grundelement herunterbricht dann erkennt man: Wir brauchen Menschen die uns positiv sehen. Und wir brauchen Menschen damit mein Ich existieren kann. Ohne andere Menschen die etwas über mich denken, habe ich kein ICH.

Vielleicht musst du den Text immer wieder lesen.




Aktualisiert 19.05.2020

Es geht um NICHTS

Nochmals. Es geht um NICHTS. Auch nach dieser Coronazeit wird alles so bleiben wie es bereits vorher war. All die Sorgen und Probleme sind immer noch in den Gedanken. Die sind nicht einfach verschwunden. Es denkt immer noch weiter. Es denkt immer gleich weiter. So lange ich im Aussen schaue und beurteile oder verurteile, erkenne ich selbst meine Gedanken dabei nicht. Bin ich mir meiner Gedanken bewusst, erkenne ich, dass ich meinen Gedanken glaube und mich damit identifiziere. Ich urteile und beurteile 24 Stunden etwas in positiv oder negativ und bin der Meinung, dass ich alleine die Wahrheit kenne und alle anderen sind Idioten. 

 

Es gibt einen neuen Begriff: Kollapsologie. Erstmals habe ich im philosophischen Magazin darüber gelesen. Es gibt also ernsthaft Kollapsologen. Hier ein Titel aus der NZZ.

 

«Kollapsologen» bereiten sich auf den Untergang unserer Zivilisation vor – und loben die Schweiz als Vorbild

 

Aha. Kollapsologen stellen also vorausschauend irgendwelche Theorien auf die angeblich eintreffen werden. Man geht sogar von einem Untergang aus. Das alles kann man glauben oder nicht. Je nach dem was mir gerade fügt. Dabei weiss niemand Bescheid. Niemand weiss wirklich was die Zukunft bringt. Aber alle tun so als ob sie es wüssten. Ich auch. Dabei sind es einfach nur Gedanken an die ich glaube. Mehr nicht. Nehme ich meine Gedanken weg, bleibt nichts mehr auch kein Coronavirus. Alles weg. Nur noch Stille. Dann kann ich mich vom Leben tragen lassen, weil ich nichts mehr muss. Mein Verstand bekommt einen Zuschauerplatz. 

 



Aktualisiert 11.05.2020

Luzide Träume oder Klartraum

"Unser Leben ist wie ein Traum. In den besseren Stunden wachen wir soweit auf, daß wir erkennen, daß wir träumen. Meistens sind wir aber im Tiefschlaf.“  

— Ludwig Wittgenstein[8]  

Letzte Woche träumte ich. Ich nahm im Traum wahr, dass ich träume. Ich war Beobachter meines eigenen Traumes. Der Traum war sehr klar. Als ich erwachte, konnte ich alle Einzelheiten widergeben. In der Fachwelt nennt man dies angeblich luzide Träume. Wo liegt nun das Bewusstsein der Erkenntnis zwischen Traum und Realität? Weshalb «weiss» ich, dass ich träume und dies als Traum wahrnehme? Wo liegt der Unterschied in meiner Wahrnehmung?

Im Traum habe ich keine Düfte die ich wahrnehmen kann. Ich habe aber Bilder als ob ich mir einen Film anschauen würde und weiss dass ich da eine Rolle spiele. Geräusche glaube ich ebenfalls wahrnehmen zu können. Bin mir dessen jedoch nicht sicher. Berührungen jedoch nicht. Das heisst, wenn ich träume und etwas berühre, kann ich dies nicht fühlen. Oder glaube es nicht fühlen zu können, weil ich über kein Bewusstsein darüber verfüge. Was ich jedoch im Traum kann, sind Emotionen wahrnehmen. So muss ich davon ausgehen, dass ich im Traum Gedanken habe die etwas bildlich entstehen lassen und Emotionen auslösen die ich empfinden kann. Gedanken, Bilder, Emotionen und Geräusche sind in meinen Träumen vorhanden und nehme ich als Traum wahr. Aber was genau ist es, dass mich den Traum wahrnehmen lässt? 

Wer ist dieser Beobachter? 



Aktualisiert 30.04.2020

Wer bin ich?

In unserem Leben definieren wir uns durch unseren Körper, Verstand und Herz. Wir glauben, dass unser Bewusstsein vorwiegend durch unsere Sinne kreiert wird. Ich kann meinen Körper sehen, fühlen, riechen, schmecken und hören. Ich nehme die Welt also durch meine Sinne wahr. Wenn ich im Schlaf träume dann sind diese Sinne nicht alle aktiv. Meine Augen sind während dem Schlafen geschlossen und daher sehe ich durch die Augen nichts und trotzdem sehe ich Bilder wenn ich träume. Ich stelle daher fest, dass ich im Traum genauso eine Welt wahrnehme kann wie tagsüber im Wachzustand. Die Frage die sich mir dabei stellt ist, ob ich mir im Traum bewusst bin, dass es «nur» ein Traum ist oder nehme ich es als Realität wahr? Können meine Gedanken unterscheiden, ob ich nun wach bin oder ob ich «nur» träume? Wenn ich mich mit meinen Gedanken näher beschäftige, so stelle ich fest, dass ich meine Gedanken nicht kontrollieren kann. Ich kann nicht die Kontrolle darüber haben was ich in den nächsten Stunden, Tagen oder Wochen denken werde. Ich vergleiche es gerne mit einem Radio. Stelle ich mir vor, dass ich ein Radio wäre ( Körper und Verstand ) dann ist mein Hirn nichts anderes als ein Empfänger von verschiedenen Sendern/ Wellen. Somit ist mein Hirn nur der Empfänger von Gedanken. Er produziert gar keine Gedanken! Er empfängt sie nur. Habe ich dann eine Hirnverletzung erlitten, dann hat der Empfänger einen Schaden und die Sender/Wellen können durch die Störung nicht einwandfrei wiedergegeben werden. Verstehst du was ich meine?

Nehmen wir an ich habe einen negativen Gedanken, woher der auch immer kommt. Ich habe keine Ahnung. Er ist einfach da. Ich denke: « Kleider bügeln ist doof.» Nun möchte ich diesen Gedanken ändern und ändere den Gedanken bewusst um. Dann denke ich:» Kleider bügeln ist sinngebend.» Nun habe ich das Gefühl, dass ich den ersten Gedanken nicht bewusst steuern konnte. Er kam einfach. Den zweiten Gedanken habe ich dann bewusst gesteuert und geändert. Das ist soweit korrekt. Wenn ich jedoch meiner Gedanken bewusst bin dann erkenne ich, dass ich weder der 1. noch der 2. Gedanke bin und beides nicht kontrollieren kann, weil ich nicht meine Gedanken bin. Es denkt einfach. Mein ICH mit dem ich mich identifiziere, glaubt jedoch, dass es diese Gedanken ist. Wenn ich meine Gedanken anschaue, erkenne ich daran den Glauben. Wenn ich denke, glaube ich. Unabhängig davon, ob dies nun eine Meinung, ein Wissen oder Erfahrung ist. Ich glaube dem Gedanken und gebe ihm somit eine Energie/Kraft. Nun gibt es Menschen die sich sehr stark mit ihren Gedanken identifizieren. Das bedeutet ihr ICH-Gefühl und Wahrnehmung ist stark ausgeprägt und dominiert ihr Denken und Handeln. Betrachte ich den Menschen, so stelle ich fest, dass dieser sehr stark mit seinen Gedanken verbunden ist und sich damit identifiziert. Der Mensch glaubt, dass er durch seine Gedanken eine gewisse Kontrolle haben kann die wiederum den Glauben nährt, dass es eine Sicherheit gibt. Die gibt es natürlich nicht. Genau hier beginnt die Auseinandersetzung mit dem ICH/EGO. Wenn ich erkannt habe, dass ich nicht meine Gedanken bin und auch nichts durch meine Gedanken kontrollieren kann, dann stellt sich die Frage: Wer bin ich wenn ich nicht mein Körper und mein Verstand                  ( Gedanken ) bin. Sterbende zeigen mir immer auf wer ich bin. Ich bin nicht mein Körper, den verlasse ich beim Eintreten des körperlichen Todes. Ich bin auch nicht meine Gedanken, weil ich 3 Sekunden vor dem Tod gedankenfrei bin. Wer bin ich dann? Sterbende Menschen zeigen mir, dass ich eine Energie bin, eine Seele. Ich benenne es so, weil ich keine anderen Worte für diesen Zustand des Nicht-Seins/Leere finde. In dieser Leere gibt es keine Gedanken. Das ICH existiert nicht mehr, weil es keine Gedanken mehr gibt die die Illusion vermitteln, dass ich ein ICH habe. Als Mensch ist dies jedoch kein Dauerzustand den man erreichen kann. Es sind Momente die man im Nicht-Sein erleben kann als Mensch. Das Menschsein beinhaltet ein Nichts-Sein und ein ICH-Sein auf dieser Welt. Ich kann das ICH als Mensch nicht verlieren oder gänzlich ablegen. Das ist nicht möglich, weil ich als Mensch immer denke und ich das denken nicht kontrollieren oder willentlich stoppen kann. Man kann jedoch die Erkenntnis darüber erlangen, dass das ICH unserer Gedanken sind. Mehr nicht. Denke ich nicht mehr habe ich kein ICH mehr.

 

Es ist ganz einfach.

  



Aktualisiert 20.04.2020

Dein letzter Tag

Stell dir vor heute wäre dein letzter Tag, weil du morgen tödlich verunfallen wirst. Es war nicht mal deine Schuld. Was würdest du heute tun wollen? Würdest du immer noch zu Hause bleiben wollen? Würdest du immer noch Angst haben vor dem Sterben und dem Tod? Würdest du vor lauter Angst dich im Keller verstecken? Oder würdest du nach draussen gehen und Menschen besuchen denen du noch etwas wichtiges sagen möchtest? Menschen begegnen die dein Leben bereichert haben. Menschen die dich schätzen, die dir deine Zuneigung und bedingungslose Liebe schenken noch ein letztes Mal umarmen können. Ihnen sagen, wie wertvoll und wichtig sie in deinem Leben waren. Einfach «Danke» sagen können. Danke für ein Leben voller Freude, Leid, Glück, Trauer, Schmerz und Frieden. Ja, weil das Leben all dies beinhaltet. Mut zu haben jetzt der Angst zu begegnen und durch sie hindurch zu gehen, dass wünsche ich mir für dich. Mutig zu sein, das Leben zu geniessen und in Frieden von dieser Welt gehen zu können, wenn der Tod kommt. Das wünsche ich dir und allen anderen Menschen da draussen. Das Leben meint es gut mit uns. Es will nichts Böses. Es will uns tragen und wir dürfen ihm vertrauen. Dem Leben, Gott, den Engeln, Jesus, der Natur oder an all das woran du glaubst. Es ist dein Moment, JETZT. Nicht gestern und nicht morgen. Sondern nur JETZT. In diesem Augenblick lebst du dein Leben und dieser Moment wird nie wiederkommen.  Es gibt ihn nur ein einziges Mal, den Augenblick. Du wirst sterben und niemand weiss, wann dies sein wird. Vielleicht in einer Stunde, vielleicht morgen oder in einer Woche. Vielleicht auch erst in einem Jahr oder zehn. Niemand weiss es. Doch wir alle haben die Möglichkeit, das Jetzt wahrzunehmen ohne Vergangenheit und Zukunft. Und Menschen mit unserem Seelenfrieden und Gelassenheit zu begegnen die die Welt bezaubert und wachsen lässt. Ich wünsche dir viel Mut dazu. Du bist etwas Besonderes. Du bist nicht alleine. Wir alle sind miteinander verbunden und können vieles bewirken mit unserer Dankbarkeit. In der Dankbarkeit hat die Schuld keinen Platz. Ich bin dir ganz besonders dankbar, dass du dir diese Zeit genommen hast, um diese Zeilen zu lesen. Ich wünsche dir einen wunderbaren letzten Tag.  



Aktualisiert 03.04.2020

Alle Baumfedern im Überblick aus meinem Taschenbuch

  • Wir identifizieren uns mit unserem Körper und unseren Rollen im Leben und glauben, dass wir das sind.

    Wir identifizieren uns mit unserem Körper und unseren Gedanken im Leben und glauben, dass wir das sind.

  • Nichts, was passiert, hat eine Bedeutung.

    Es geht um NICHTS.

  • In unserem Leben ignorieren wir den Tod.

    Wir wollen ihn nicht wahrhaben.

  • Es gibt kein ICH ohne Fremdwahrnehmung.

    Es gibt kein ICH.

  • Das Leben bestimmt unsere Momente.

    Die grössten Ereignisse in unserem Leben haben wir nicht geplant.

  • Wir ignorieren den Tod und leben aber ständig in unbewusster Angst.

  • Wir Menschen haben Angst vor körperlichem Schmerz und dem T od.

  • Wir haben Angst, in den Augen von anderen NIEMAND zu sein.

    Wir haben Angst zu versagen.

  • Wir betrachten den Tod als etwas Ernsthaftes.

    Wir leben nur noch in Ängsten.

  • Meine Sicht der Welt ändert sich nur, wenn ich meine Gedanken

    verändert habe.

    Gedanken zu ändern braucht Mut und Offenheit.

  • Wir halten uns an unseren Meinungen und Überzeugungen fest.

    Wir glauben unseren Gedanken.

  • Im Loslassen bestimmen wir nichts mehr.

    Wir haben keine Kontrolle was passiert.

  • Wir klettern die Karriereleiter hoch, um Anerkennung zu

    erhalten.

    Wir wollen Helden in einer Krisenzeit sein.

Wir fordern Frieden in unserer Welt und kämpfen täglich unsere eigenen Kriege im Kopf.

Wir verurteilen und beurteilen den ganzen Tag über unser Umfeld.

  • Sachlich betrachtet beginnt «Palliative Care» vor der Geburt eines Menschen.

  • Wir alle wollen erst sterben, wenn wir alt sind. Oder am Liebsten gar nicht.

  • Die innere Haltung für «Palliative Care» beginnt durch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Sterben und dem eigenen T od.

    Die innere Haltung endet beim Beginn einer Coronovirus Krise. Da sind alle Leitgedanken aufgelöst und ungültig.

  • Gefühle entstehen nur durch Gedanken.

    Das hat noch niemand begriffen.

  • Schmerz ist immer subjektiv und individuell.

  • Leid und Schmerz gehören ebenso zum Leben wie Liebe und Freude dazu gehören.

    Auch eine Coronavirus Krise birgt eine Chance zu wachsen als Mensch. Und wenn es auch nur bis zu seiner Begrenztheit ist.

  • Humor hilft heilen.

    Der fehlt gerade an allen Ecken.

  • Je überzeugter du von etwas bist, desto dogmatischer ist dein Denken und desto prägnanter manifestiert es sich in deinem Leben.

    Je mehr kontrolliert dich der Staat oder die Nachbarschaft.

  • Nimm immer die Angehörigen mit ins Boot. Sie sind es, die zurückbleiben.

    Die können eine Beschwerde im Nachhinein einreichen.

  • Seelen haben unterschiedlich starke Energien.

    Oder Kristallstrukturen. Niemand weiss es.

  • Niemand kann dir sagen was nach dem körperlichen Tod kommt.

    Auch keine Bibel.

  • Nichts muss sich in dieser Welt im Aussen ändern, um Frieden zu erleben.

    Du musst nur dich und deine Gedanken erkennen.

  • Solange du im Aussen schaust, wirst du dich selbst nicht erkennen.

    Na, dann wünsche ich dir viel Mut dazu.



Aktualisiert 25.03.2020

Ein Irrglaube

Die Todesangst geht um. Wir schützen alte Menschen und chronisch erkrankte Menschen damit sie nicht am Coronavirus sterben müssen. Wir haben noch nie eine solche Freiheitseinschränkung erlebt wie gerade jetzt. In meinem Beruf als Pflegefachfrau arbeite ich seit Tagen nur noch mit einem Mundschutz. Dabei erhalte ich wenig Sauerstoff. Mein Denken reduziert sich. Besuchs- und Ausgangssperre in allen Alters- und Pflegeheimen. Bewohner sind isoliert. Dass Menschen in sozialer Isolation psychisch an ihre Grenzen kommen, beachtet in dieser Lage niemand. Dass Menschen, die sozial isoliert werden, an fehlendem Kontakt mit ihren Liebsten sterben und nicht am Coronavirus, dass lese ich nirgends in den Medien. Wir wollen die alten Menschen und chronisch erkrankte Menschen schützen. Aha. Dabei vergessen wir, dass wir ihre Lebensqualität massiv einschränken! Die isolierten Menschen leiden! Das ist alles andere als eine palliative Haltung! Weit entfernt! Wollen wir in Zukunft nun bei jedem Virus welcher neu entdeckt wird, solche einschränkende Massnahmen durchführen? Oder gibt es andere Lösungsansätze in unserer Gesellschaft mit solchen Herausforderungen umzugehen? Wer hat den Mut hinzustehen und zu sagen: STOP. Wir sind nicht auf dem Weg der Gelassenheit und des inneren Friedens! Wir steuern auf eine selbstgestrickte Krise zu. Die Menschen geraten in Panik. All die Medienberichte erschrecken die Menschen und fördern immens ihre Ängste! Sieht das denn keiner? Wer hat den Mut hinzustehen und zu sagen: Ja, Menschen sterben. Am Coronavirus oder an etwas anderem. Das können wir nicht verhindern! Der Virus wird in einem Jahr noch da sein. Und nicht alle Menschen werden dagegen immun sein. Wenn man dann einen Impfstoff hat, wird ein neuer Virus kommen. Garantiert! Sieht das denn keiner? 

Lösungen gäbe es genügend. Angst war noch nie ein guter Ratgeber. Der Mensch wird zum Tier. Jetzt in dieser Krise erleben wir, wie sich der Mensch beginnt tierisch zu verhalten. Vor allem in Einkaufshäusern zu erleben. Alte Menschen haben es schwer spazieren zu gehen. Sie dürfen sich diese Freiheit nicht nehmen. Der gesellschaftliche Druck verbietet es, verachtet es. 

Ich habe einen 3,5 jährigen Sohn. Ich könnte meinen Sohn anstecken oder er mich. Wir würden es überleben. Sein Vater gehört jedoch zur Risikogruppe. Er kann den Virus bekommen und in dieser Zeit sterben. Mein Sohn kann jetzt seinen Vater verlieren. Jederzeit. Das wird er auch ohne Coronavirus! Dann bleiben die Menschen zu Hause und sterben da statt auf einer Intensivstation. Palliative Care nennt man dies! Aber dazu benötigt es eine schonungslos ehrliche Betrachtung auf das was ist und Mut. Mut hinzustehen und der Angst zu begegnen. Denn nur wenn ich durch die Angst gehe, kann ich sie auflösen und in meinem Bewusstsein reifen.

Übrigens erlebe ich bei sterbenden Menschen, welche im Sterbeprozess nicht mehr ansprechbar sind, dass sie lächeln wenn ich ihre Hand halte. Es ist ein Irrglaube unserer Gesellschaft, dass der Tod etwas schreckliches ist.  




Aktualisiert 19.03.2020

Dankbarkeit 

Sind wir in der Zeit des Coronavirus noch dankbar? Oder beherrscht uns die Angst so sehr, dass sie uns nicht mehr daran erinnert, dass das Leben ein Geschenk ist und keine Selbstverständlichkeit? Ich erliege der Versuchung die Menschen zu verurteilen. Ich verurteile sie in meinen Gedanken über ihre Unfähigkeit mit diesem Virus nicht gelassener umgehen zu können. Das ist geführter Krieg in meinem Kopf. Jeder führt zur Zeit in seinem Kopf einen gewaltigen Krieg. Urteilt und verurteilt Verhaltensweisen von Menschen. Beurteilt etwas in richtig oder falsch, gut oder schlecht. Dabei gibt es in meinem Verständnis kein gut oder schlecht, richtig oder falsch. Es ist so wie es ist. Ich kann nichts daran ändern ausser mehr Frieden und Gelassenheit in meine Gedanken eintreten zu lassen. Ich werde sterben. Vielleicht jetzt nicht gerade am Coronavirus aber ich werde sterben. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Ich bin dankbar. Jetzt in diesem Moment. Mehr brauche ich nicht um Frieden in meinem Innern zu erleben. 

Ich habe eine Erkältung und arbeite in der Pflege. Ich habe mich auf den Coronavirus testen müssen. Diese Abnahme, dieses warten auf das Resultat hat meinen Verstand sehr gefordert. Ich konnte an mir beobachten, wie sich meine Angst, den Coronavirus zu haben und damit irgendwelche Leute angesteckt haben zu können mit jeder Minute wuchs. Der gesellschaftliche Druck in dieser Zeit hat eine grosse Wirkung auf die Ängste. Er fördert die Angst sehr stark. Irgendwann sagte ich zu mir: « Wenn du positiv bist dann ist es so. Das ist weder gut noch schlecht, richtig noch falsch. Es ist einfach so. Du hast keine Kontrolle darüber, ob du diesen Virus haben wirst oder nicht. Nicht du bestimmst dies. Auch keine Regierung bestimmt dies. Das Leben oder was auch immer bestimmt das Gesamte was gerade global erlebt wird. « Weiter stellte ich fest, dass ich Angst davor hatte von anderen Menschen verurteilt zu werden, wenn ich diesen Virus nun hätte. Dass ich dann in ihren Augen ein schlechter Mensch wäre. Vor dem verspürte ich die meiste Angst. Dies nennt man Stigmatisierung. Oft erlebt bei meiner Aufklärungs-Arbeit in Tansania durch das HIV ( Virus ! ).

In diesem Moment bin ich diesem Virus dankbar. Er lässt mich meine Ängste erkennen und die der Gesellschaft. Würden wir eine gelassene und friedlichere Haltung gegenüber dem Virus einnehmen dann würde sich die panische Welle nicht in baldige Hysterie umwandeln. Wir haben die Wahl uns im kollektiven Bewusstsein jetzt weiter entwickeln zu können. Wenn wir erkennen, wer wir sind, dass wir kein ICH haben das irgendetwas kontrollieren kann und wir erkennen würden, dass der Tod eine Illusion ist dann müssen wir diesem Virus einfach nur dankbar sein. 

Nach meiner Erfahrung während der Prozedur des Test auf Corona habe ich festgestellt, dass die Menschheit jedoch noch Lichtjahre davon entfernt ist.

In meinem Taschenbuch " Ein Baum der seine Federn verliert" kannst du im Detail lesen, was und weshalb gerade alles so ist wie es ist.


Aktualisiert 15.03.2020

Was Greta nicht schafft, schafft der Coronavirus

Stell dir mal vor, dass in den Medien berichtet wird, dass ein neuer Virus entdeckt wurde. Niemand weiss, wie lange! es ihn schon gibt. Die Chinesen haben ihn angeblich entdeckt. Es wird in allen Medien gebracht, dass der Coronavirus umgeht. Stell dir weiter vor, dass die Gesellschaft dies einfach zur Kenntnis nehmen würde. Sie würden akzeptieren, dass es da nun einen neuen Virus gibt. Sie würden sich etwas vermehrt an die Hygienemassnahmen halten, würden weiterhin ihrer Arbeit nachgehen, die Kinder würden weiterhin in die Schule gehen, die Grenzen wären immer noch offen. Alle wüssten, dass die Welle kommt, aus der Richtung von Italien und es keinen Impfstoff dafür gibt. Kinder und Erwachsene überleben diesen Virus ohne Gefahr. Chronisch kranke Menschen und ältere Menschen gehören dabei zu den Risikogruppen und könnten an dem Virus sterben. Was sie sowieso tun werden. Sterben. Alle Menschen werden eines Tages sterben, ob jung oder alt, gesund oder krank, wir alle werden sterben. Ich auch. Dabei spielt es keine Rolle wie alt ich bin. Viele Menschen sagen, dass wenn jemand 92 Jahre alt ist dann hat er ein gutes Leben gehabt und kann sterben. Aber wenn jemand mit 20 Jahren stirbt, dann ist das für viele eine Katastrophe. 

Ich sage, dass stimmt nicht. 

Viele Menschen denken, dass die Erlebnisse die sie in ihrer Kindheit hatten und die Erlebnisse die sie als Teenager hatten und die Erlebnisse die sie mit Mitte 20 hatten man zu einem Berg von positivem ansammeln kann um dann in schlechten Zeiten davon zehren zu können. 

Aber wenn du ehrlich bist und heute eine Enttäuschung erlebst, weil irgendjemand sein Versprechen nicht gehalten hat, ein Whats up nicht beantwortet hat, ein Mitarbeiter schlecht hinter deinem Rücken geredet hat, dein Partner die Beziehung beenden will dann nützen dir all die positiven Erinnerungen aus deiner Kindheit dazu gar nichts. Diese Erinnerungen nützen dir in diesem Moment nichts. 

Stell dir weiter vor du bekommst eine Todesdiagnose. Du rückst mit jeder Stunde deinem Tod näher. Nach 27 Jahren die ich mit Sterbenden erlebt habe weiss ich, dass man 3 Sekunden vor dem Tod gedankenfrei ist. Du hast dann keine Gedanken mehr. Du bist voll im Moment. Nichts aus deiner Vergangenheit hat in diesem Moment eine Bedeutung, weil du nicht mehr denkst.

Das bedeutet:

Du kannst in deiner Kindheit, als Teenager, mit Mitte 2o oder mit 92 Jahren loslassen. Es spielt absolut keine Rolle wie alt du bist, wenn du stirbst. Im Sterben bist du immer im Moment ohne Gedanken. 

Die Katastrophe empfinden nur die Hinterbliebenen, wenn einer mit 22 Jahren stirbt oder mit 92 Jahren am Coronavirus. Für den Verstorbenen ist es egal. Es ist die Vorstellung der Hinterbliebenen und in der aktuellen Situation die Vorstellung der Gesellschaft, dass es eine Katastrophe ist, wenn jemand am Coronavirus stirbt. Wir Menschen werden alle sterben und niemand weiss wann und niemand trägt für irgendetwas die Schuld oder kann bestimmen wann jemand stirbt oder nicht ! Das ist das Leben ! Wir als Gesellschaft müssen lernen den Tod im Leben zu akzeptieren. Nur dies befreit uns vor der ANGST. Vor der Todesangst. Und würde uns in solchen Zeiten wie jetzt mehr Gelassenheit und Frieden empfinden lassen, weil es kein Richtig oder Falsch gibt. 


Aktualisiert 05.03.2020

Es gibt nur eine Ur-Angst 

Die Welt ist in Angst. Angst vor einem Virus. Dabei wissen wir gar nicht, ob er wirklich existiert. Hast du ihn jemals gesehen? Woher weisst du, dass es diesen Virus wirklich gibt? Wie kannst du etwas glauben, was du selbst noch gar nie gesehen hast? Hier erkennen wir eindrücklich den Glauben am Gedanken. Jeder Gedanke den ich denke ist gleichzeitig ein Glaube. Es gibt kein Denken ohne zu Glauben. So ist es auch mit dem Virus. Wir alle glauben, dass es ihn gibt. Kommend aus den Ländern China, Italien und Iran oder so. Aha. Alle haben Angst. Regale in den Einkaufshäusern werden leergeräumt. Und weshalb? Wegen der Angst vor dem körperlichen Schmerz und Tod. Das ist unsere Ur-Angst welche wir alle in uns tragen. Einige Menschen akzeptieren den Tod als Bestandteil des Lebens. Andere wollen ihn verdrängen, nicht wahrhaben wollen, haben Angst vor dem körperlichem Schmerz und Tod und wollen ihn verhindern indem sie Lebensmittel-Regale räumen und Desinfektionsmittel horten. Sie wollen auf keinen Fall sterben. Dafür brechen sie Gesetze und Regeln. Um zu überleben. Sie verfallen der Illusion, dass diese Mittel Sicherheit schaffen. Sicherheit für was? Zu überleben? Es gibt keine Sicherheit. Das zieht sich durch alle Lebensbereiche. Sicherheit ist eine Illusion konstruiert in meinen Gedanken. Wenn ich mich sicher fühle, dann beruhigt mich das. Und um dieses Gefühl empfinden zu können, brauche ich den Sicherheits-Gedanken dazu. Denn Gedanken lösen Gefühle aus.  Es gibt kein Gefühl ohne vorherigen Gedanken.

Die zweite Angst die uns Menschen in unseren Gedanken begleitet ist die Angst in den Augen der anderen ein Niemand zu sein. Als Regierung oder was auch immer unterliegt man diesem gesellschaftlichen Druck. Dabei kann man an sich beobachten, dass dieser Druck, dieser Stress in den eigenen Gedanken entsteht. Nirgendwo anders. Faszinierend.

Es gibt nur eine Ur Angst bei uns Menschen:

Urangst vor körperlichem Schmerz und Tod

Du kannst jede Angst die du selbst kennst oder in der Gesellschaft wahrnimmst auf diese Urangst zurückschliessen. Am Ende bleibt immer diese Urangst zurück. Der Virus spiegelt genau das in unserer Gesellschaft. Die Angst vor dem Sterben und dem Tod.

Sokrates, ein griechischer Philosoph, brachte es auf den Punkt: Niemand kennt den Tod, es weiss auch keiner, ob er nicht das grösste Geschenk des Menschen ist. Dennoch wird er gefürchtet, als wäre es gewiss, dass er das Schlimmste aller Übel sei. 


Aktualisiert 25.02.2020

Gibt es einen freien Willen?

Diese Frage beschäftigt mich in letzter Zeit sehr. Nach den Hirnforschungen der Medizin ist wissenschaftlich belegt, dass es keinen freien Willen geben kann.  In unzähligen Experimenten haben Forscher nachgewiesen, dass Erregungszustände im Gehirn schon eine Handlung ankündigen, noch bevor der Mensch sich bewusst ist, dass er überhaupt handeln will. 

Ich kann dies nun glauben oder nicht. Betrachte ich meine Gedanken, dann stelle ich fest, dass wenn ich einen freien Willen hätte, ich mir ständig gute Gedanken wünschen würde. Denn ich wünsche mir nicht, dass ich andere Menschen in meinen Gedanken negativ beurteile wie z.B. beim Autofahren. Da geht das Fluchen und Beurteilen nämlich ganz flott:  « Dieser Trottel. Typisch Zürcher. Kann nicht Autofahren. Du Idiot nun fahr schon die Ampel ist grün.» Ich wünsche mir nur gute Gedanken, weil ich dann positive Gefühle in mir wahrnehme und diese zu meinem allgemeinen Wohlbefinden beitragen. Ich bin dann in Frieden mit mir selbst und meiner Umwelt. Denn Gefühle entstehen aus den Gedanken. Es gibt kein Gefühl ohne vorherigen Gedanken. Du kannst es selbst an dir beobachten. 

Wenn ich mir nun vorstelle, dass es keinen freien Willen gibt dann trage ich auch keine Schuld für irgendetwas. Weil die Gedanken gegeben sind und ich es nicht mit einem Willen steuern kann wie ich den ganzen Tag denke. Niemand weiss, woher die Gedanken kommen und wie sie entstehen. Wer sagt denn, dass sie überhaupt in unserem Hirn entstehen? Es können nur Hirnströme gemessen werden jedoch nicht Gedanken aufgezeichnet werden.

Somit kann es keinen freien Willen geben. Denn Gedanken sind da, ob ich will oder nicht steht nicht in meiner Macht zu ändern. Trotzdem glauben wir unsere Gedanken zu sein. Wir identifizieren uns mit ihnen. Wir halten unsere Gedanken für wahr und richtig. Wir glauben an sie. Wir haben jedoch keine Ahnung woher sie kommen und wie sie entstehen. 

Somit ist das Leben ein einziges Spiel auf einer grossen Bühne auf der jeder seine Rolle spielt. 



Aktualisiert 12.02.2020

Ist Selbstheilung möglich?

Es gibt Menschen die erkranken schwer, kämpfen gegen ihre Krankheit an und meistens verlieren sie den Kampf. Wenn ich im Kampf mit meinem Körper bin den ich bewohne, dann bin ich im Krieg mit meinen Gedanken. Ich denke nicht, dass dies nun sehr förderlich für eine Heilung ist. Wie wäre es das Sterben und den Tod im Leben zu akzeptieren? Wie wäre es auch die Krankheit lernen zu akzeptieren und anzunehmen statt gegen sie zu kämpfen? Es ist die Urangst vor dem körperlichen Schmerz und dem Tod der uns in einer solchen Situation nahe tritt. Sehr nahe. Da wird die Angst zu einem riesigen Monster. Ich denke auch nicht, dass alleine positives Denken weiter hilft. Wenn ich dies versuche dann stelle ich an mir fest, dass ich da etwas vertuschen oder zudecken möchte. Ich stülpe über einen negativen Gedanken den ich habe einfach einen positiven. Dies soll mich dann beruhigen. Vielleicht klappt es ja auch die ersten paar Minuten. Ich bezweifle jedoch, dass es nachhaltig funktioniert. Weil ich eben ständig Energie aufwenden muss gegen die negativen Gedanken zu kämpfen und dann verkrampft versuche dies positiv zu formulieren. Auch wenn mir nicht danach ist. Wenn ich den Tod in meinem Leben akzeptiere, dann muss ich nicht kämpfen. Wenn ich mir meines eigenen Todes bewusst bin, erhält mein Leben eine andere Qualität. Wenn ich meinen Tod in meine Gedankenwelt integriere, dann spielt es keine Rolle mehr wann ich sterbe. Der Tod wird zu etwas Normalem und ich verliere meine Angst. Wenn ich erkannt habe, dass nicht ich das Leben bestimme sondern das Leben selbst bestimmt und ich keinen Einfluss darauf habe wie lange ich auf dieser Erde leben werde, dann kann ich mich vom Leben tragen lassen. Ich verliere all meine Ängste. Sie lösen sich auf. Ich trage keine Verantwortung mehr, weil das Leben die Verantwortung für alles trägt. Nicht ich als Individuum. Klar möchte ich ständig selbst bestimmen können. Mein Verstand, meine Gedanken geben mir das Gefühl der Kontrolle. Nehme ich meine Gedanken weg, gibt es keine Kontrolle mehr. Dann habe ich die Möglichkeit dem Leben sehr nahe zu kommen. 

Wir tragen keine Schuld für unsere Krankheiten. Sie sind einfach da. Warum auch immer. Niemand kann dir sagen, weshalb du gerade Kopfschmerzen hast. Es ist einfach so. Alle interpretieren immer ständig in irgendwelche Krankheiten etwas rein. Niemand weiss wirklich bescheid. Aber viele tun so als ob sie es wüssten, weshalb der Nachbar gerade Prostatakrebs hat ect. Medizinisch kann man immer alles wissenschaftlich belegen weshalb etwas ist. Hier schreibe ich nicht über wissenschaftliche Erkenntnisse. Ich schreibe hier über ein Ich das gar nicht existiert. Dein Ich existiert nur in der Fremdwahrnehmung. Es gibt gar kein Ich. Das Ich ist eine Illusion. Somit kannst du dich auch nicht selbst heilen. Weil es kein Ich und kein Selbst gibt.

Deine Gedanken drehen sich den ganzen Tag darüber wie andere dich wohl sehen oder wie du von anderen gesehen werden willst. Dieses vorgestellte Fremdbild hältst du dann für dich selbst. Nimmst du deine Gedanken weg gibt es nichts mehr was ein Ich sein könnte. 

Stell dir vor du schwebst im Weltall. Millionen von Lichtjahren vom Universum entfernt. Du schwebst alleine im Weltall. An diesem Ort gibt es keinen Menschen, kein Wesen das irgendetwas über dich denken könnte. Niemand der dich beim Namen nennt, niemand der dir sagt wie lieb er dich hat, niemand der zu dir steht wenn du kritisiert wirst. An diesem Ort bist du nun schon seit 100 Jahren. Beantworte dir nun folgende Frage:


Wer bin ich? 



Aktualisiert 02.02.2020

Von Baum zu Baum

Es gibt da einen Wald. In diesen Wald habe ich mich verliebt. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so einen bezaubernden und faszinierenden Wald gesehen wie da. Wenn ich in diesen Wald eintrete, öffnet sich mir eine andere Welt. Eine Welt von Liebe, Vertrauen, Zuversicht, Stille und Gelassenheit. Dieser Wald vermag es mich im JETZT leben zu lassen. Da gibt es diese Welt der Wesen; nur diese Welt der Bäume, Moose, winterlich kahlen und ruhenden Bäume, Gräser und Büsche. Manchmal umarmen sie sich. Manchmal umwurzeln sie Steine und Felsbrocken. Klettern sie hoch und wieder runter mit ihren Armen und Beinen aus Wurzeln. Sie sprechen auch zueinander durch Düfte die sie sich gegenseitig vom Wind zukommen lassen. Sie begrüssen jeden Besucher freundlich und respektvoll. Zeigen ihm eine Welt die es wirklich gibt. Zurück bleibt ein Staunen, eine nie davor gekannte Glückseligkeit. 

Willst du mehr über Glückseligkeit wissen? Dann melde dich gleich zu meinem Seminar an

SEMINAR 2x


Aktualisiert 16.01.2020

Es geht um nichts

Ich bin ein Mensch mit einem Körper der denkt und fühlt. So nehme ich mich wahr. Ich definiere mich durch mein Äusseres und meine Gedanken. Ich glaube, dass ich meine Gedanken bin. Ich glaube alles in meinem Leben kontrollieren zu können. Ich glaube alles ändern zu können oder nichts ändern zu können. Ich setze Ziele in meinem Leben denn dann kann ich etwas erreichen, erstreben. Dann macht mein Leben auch einen Sinn, wenn ich etwas erreicht habe, umgesetzt habe. Ich beschäftige mich den ganzen Tag mit irgendwelchen Handlungen. Es muss immer etwas getan, erledigt, gelöst, besprochen oder diskutiert werden. So fülle ich meine Lebenszeit. Ich bin ständig nach Aussen hin orientiert. Agiere oder reagiere. 

Und dann erlebte ich Folgendes: Ich sass angelehnt an einem Sonntagmorgen an einer kleinen Holzhüttenwand. Vor mir liegend eine grüne Wiese und ein Wald. Im Hintergrund schneebedeckte Alpen. Die Sonne wärmte mein Gesicht. Irgendwann waren meine Gedanken weg. Ich sah vor mir diesen kahlen Holunderbaum, im Hintergrund die schneebedeckten Alpen und da war nur tiefste Stille. In mir und um mich. Da war nichts mehr ausser dem Zustand nahe an der Quelle zu sein. Nur dieser Frieden und diese plötzliche Erkenntnis, dass es um nichts geht im Leben.  Ich weinte stille Tränen.



Aktualisiert 27.12.2019

Die Bibel


Wer hat Gott erschaffen? Existiert ein Gott? 

 

Hat Gott dich erschaffen oder hast du Gott erschaffen? 


Definition "Bibel" von google

"Als Bibel oder die heilige Schrift bezeichnet man die wichtigsten religiösen Textsammlungen des Christentums mit normativem Anspruch für alle Bereiche der Religionsausübung."

Dabei stellt sich mir die Frage was "mit normativem Anspruch" gemeint ist. Das Wort normativ ist nicht einfach zu erklären und zu verstehen. Schon die Philosophen haben sich mit der Definition "Normativ" beschäftigt. Es soll als Norm dienen, Richtschnur. Normativ bezeichnet etwas wie es sein soll. 


Jetzt habe ich bereits meinen ersten inneren Konflikt auszutragen. Wie soll etwas sein? Wer bestimmt dies wie etwas zu sein hat? In der Bibel finde ich also Texte die beschreiben wie etwas sein soll. Aha. Diese Texte wurden nicht von Jesus selbst geschrieben. Stell dir vor, du wärst Jesus gewesen und hättest gepredigt. Nicht du selbst hättest die Predigten niedergeschrieben, sondern jemand anderes. Er schreibt diese Worte jedoch nicht zeitnah nieder sondern Jahre später. 60 Jahre danach. Er schreibt sie nieder aus Erzählungen. Wie gross wäre dein Vertrauen in denjenigen, der diese Texte verfasst hat? Wie gross wäre dein Vertrauen nach 2020 Jahren noch in den Text, welcher über die Jahre verändert wurde. Vom alten ins neue Testament? Wo liegt der Unterschied zwischen einem Bibeltext und einem Märchen? Gab es Hänsel und Gretel wirklich? Gab es Jesus wirklich? Warst du dabei als er in diesem Stall geboren wurde? Jungfräulich von Maria empfangen? 

Die Bibel beschreibt die Geschichte von Jesus. Einmal nennt man ihn Jesus. Einmal nennt man ihn Messias. Einmal Jesus von Nazareth. Einmal Jesus Christus. Einmal Gottes Sohn. Einmal "Die unbesiegbare Sonne". Einmal "Das wahre Licht der Welt". Einmal "Die Sonne der Gerechtigkeit".

Ich kann jeden Text, jedes Wort so zu meinen Gunsten drehen und verstehen, dass es meinem Weltbild entspricht. Wenn alles von Gott gegeben ist, weshalb brauche ich dann eine Bibel? Weshalb vertraue ich dann nicht in das was kommt? Es ist ja von Gott gegeben. Wer bestimmt, ob etwas gut oder schlecht ist? Sei es im Verhalten, in ausgesprochenen Worten oder in den Handlungen. 

Die Intensität des Glaubens am Gedanken bestimmt. 

Wenn ich erkannt habe, dass es nur ein ICH durch Fremdwahrnehmung gibt, dann erkenne ich, dass ich kein Individuum bin, dass Gott lieben kann. Ich bin die Liebe selbst. In der reinsten Form. Ausdruck der Schöpfung/Gott. Da gibt es keine Individualität mehr, kein ICH. Es ist alles Eins.

Durch die täglichen Gedanken haben wir das Gefühl, ein ICH zu haben, getrennt von allem. Wir denken, wir sind das was wir denken. Wir stellen uns vor, wie andere uns sehen sollen und das halte ich dann für mich selbst. Mein ICH existiert nur, weil ich mir andere Menschen vorstelle wie sie über mich denken. Das definiere ich dann als mein ICH. Nehme ich die Gedanken weg, muss ich mich fragen, wer ich dann bin? In den letzten Minuten eines natürlichen Todes gibt es keine Gedanken mehr. Das ICH existiert nicht mehr, weil man gedankenfrei ist. Die Seele denkt nicht. Die Seele hat auch keinen Körper. 

 


Aktualisiert 24.12.2019

GLAUBEN

Spiritualität bedeutet für mich die menschliche Wahrheit zu ergründen.Wer glaubt will die Wahrheit nicht erkennen. Wer dogmatisch glaubt, verurteilt alle anderen Meinungen die seinem Glauben nicht entsprechen. Ich kann dies jeden Tag in unserer Gesellschaft beobachten. All unsere Kriege auf Erden basieren auf einem Glaubenskrieg. An jedem Gedanken haftet der Glaube. Es gibt kein Gedanke ohne Glauben. Es gibt jedoch Unterschiede zu beobachten. Je sturer und dogmatischer ich etwas betrachte desto stärker lade ich das Gefühl des Glaubens am Gedanken auf. Beobachte deine Gedanken. Du wirst erkennen, dass an jedem Gedanken den du denkst der Glaube haftet.

Nehmen wir an ich glaube an die Bibel und dessen Inhalt. Nun kommt jemand und hinterfragt das Niedergeschriebene. Ohne irgendwelche kritische Haltung. Dieser Mensch will nur wissen wie die Texte in dieser Bibel zu verstehen sind.

Er fragt wie folgt nach: « Also das verstehe ich jetzt nicht, dieser Satz ist im Widerspruch zum nachfolgenden Satz. Wie muss ich das jetzt verstehen?»

 

Dann können folgende religiöse dogmatische Antworten kommen:

 

-Religionskritiker haben noch nicht erkannt, um was es geht

-Das ist aus dem Zusammenhang gerissen. Das muss man im Kontext sehen

-Das hat heute keine Gültigkeit mehr

-Das hast du nicht richtig verstanden, dass musst du anders interpretieren

-Ich habe wunderbare Erfahrungen mit Jesus gemacht. Das alleine zählt

-Nur wer Jesus als Retter seiner Sünden angenommen hat, kann die tiefere Botschaft

Erkennen. Es gibt nichts zu verstehen- man muss es spüren

-Die ganze Entstehungsgeschichte der Bibel ist von Gott inspiriert- auch die Ungereimtheiten. Das gehört zu den Geheimnissen des Glaubens

 

Erkennst du in den Antworten den Dogmatismus? Erkennst du jetzt wie Kriege im Kopf entstehen und sich im Äussern manifestieren? Die Bibel und den Koran als Waffe benutzt gegen den Mitmenschen der nicht daran glaubt? 

Wer glaubt will die Wahrheit nicht erkennen. Der verspürt nicht den Drang die tiefste Ebene menschlicher Wahrheit zu ergründen. Er will an etwas glauben aber nicht ergründen und nicht erforschen und nicht erkennen.

Lies diesen Text bitte nochmals....



Aktualisiert 12.12.2019

 Spiritual Care in der Palliative Care und Religiosität S/R

Mit diesem Titel startete ein Palliative Forum an dem ich teilnahm. Das Referat über Spiritual Care hielt eine Seelsorgerin. Ein Grund mehr mich heute morgen hinzusetzen und meine Gedanken mitzuteilen.

Schauen wir uns dies mal aus der Perspektive von Palliative Care Schweiz an. Wie wird da Spiritual Care verstanden und definiert?

Hier ein Ausschnitt aus den Leitlinien

·       Spiritualität wird verstanden als Verbundenheit einer Person mit dem, was ihr Leben trägt, inspiriert und integriert, sowie die damit verbundenen existenziellen3 Überzeugungen, Werthaltungen, Erfahrungen und Praktiken, die religiöser oder nicht-religiöser Art sein können.4 

Spiritual Care ist in meiner Definition unabhängig von einer Religion zu verstehen. Es hat für mich nichts mit Religiosität zu tun. Doch ich stelle immer wieder fest, dass neu sich die gläubigen Christen mit dem Wort Spiritualität "spirituell" darstellen möchten. Oder dass die Gesellschaft unter Spiritualität eine Religion versteht. 

Spirituell care basiert für mich auf einer  Grundlage einer Neutralität. Als Pflegefachfrau habe ich einen sehr engen Bezug zu meinen Bewohnern über Monate und Jahre aufgebaut. Ich begegne ihnen im Glauben neutral und wertfrei. Ist jemand gläubiger Christ dann respektiere ich seine Glaubensrichtung und unterstütze sie diesen Glauben im Alltag leben zu können. Unabhängig davon ob ich das nun gut oder schlecht finde. Nun wird aber in unserer Gesellschaft Spiritualität im Alltag mit dem Pfarrer oder dem Seelsorger verbunden. 

Religiöse Spiritualität hält sich an die Vorgaben eines Glaubens. Diese ist weder wertfrei noch neutral. Sie ist an einen Glauben gebunden. Einen Pfarrer oder Seelsorger kann ich also in der Religiosität dann zur Unterstützung beiziehen, wenn meine Bewohnerin 24 Stunden das Vater unser laut vor sich hin betet und nicht mehr zu stoppen ist mit weinerlichen Äusserungen und Ängsten, dass sie Gott bitte, nicht ins Fegefeuer zu kommen. Ja, dann bin ich dankbar, wenn mir ein Pfarrer oder Seelsorger sich die Zeit nimmt auf diese Texte und Äusserungen der Bewohnerin einzugehen in ihrer Religiosität. Wenigstens für 5 Minuten in der Woche. 

Es gibt eine freie Spiritualität welche sich darauf bezieht, die Erkenntnis, die tiefste Ebene der menschlichen Wahrheit  zu erreichen. Dies bedingt jedoch eine schonungslos ehrliche Beobachtung über sich selbst und seine Gedanken. In diesem Spirit habe ich erkannt, dass an Gedanken gleichzeitig der Glaube haftet. Ich denke etwas und ich kann erkennen, dass an diesem Gedanken gleichzeitig der Glaube haftet. Wenn ich denke, glaube ich gleichzeitig. Bin ich auf dieser Erkenntnisstufe angekommen, habe ich eine Grundlage erschaffen die es mir möglich macht in meinem Beruf mit allen Glaubensrichtungen von Menschen umgehen zu können. Ich habe erkannt, dass es Gedanken sind die Menschen als Wahrheit betrachten und sich damit identifizieren. 

Ich brauche keine Ausbildung in Spiritual Care welche mir bestätigt, dass ich nun als Pflegefachfrau fähig bin, spiritual Care bei Bewohnern anwenden zu können. Ich brauche kein Konzept, keine Richtlinie, kein Assessment oder was es alles an Formularen gibt. Du auch nicht. Jeder Mensch befasst sich in seinem Leben einmal mit den Gedanken über den Sinn des Lebens. Was gibt es nach dem Tod? Woher komme ich und wer bin ich überhaupt?  Jeder Mensch besitzt die Fähigkeit andere Menschen in ihrer Spiritualität zu begegnen und sich mit ihnen auszutauschen. Spiritualität ist für mich ein Dialog. Da gibt es kein richtig oder falsch. Da gibt es nur diesen wertschätzenden, respektvollen und offenen Umgang miteinander. Egal in welcher Rolle ich gerade bin. Und die Fähigkeit die Fragen zu stellen, welches mein Gegenüber als bereichernd empfindet. Das ist alles. Mehr braucht es dazu nicht. Es braucht nur Menschen die sich im JETZT begegnen.

In meinem Taschenbuch «Ein Baum der seine Federn verliert» schreibe ich ausführlich darüber. Ich referiere auch über Spiritualität. Ohne Power Point. Lebendig und fesselnd. Das garantiere ich ihnen. 


Aktualisiert 26.November 2019

Was ist Liebe?

Liebe ist eine Energie. Sie lebt in jedem von uns. Sie hat die stärkste Kraft etwas zu bewegen. Ich bin nicht mein Körper, nicht meine Gedanken. Das zeigen mir alle Sterbenden, wenn ihre Seele beim letzten Atemzug den Körper verlässt. Wer bin ich dann? Ich bin die Seele der Liebe. In dieser Liebe gibt es nichts als Frieden und Dankbarkeit. Liebe ist wie ein Magnet. Manche Menschen ziehen Menschen mit ihrer Liebe magnetisch an. Liebe ist die wunderbarste Form von Sein. Vielleicht ist das der Sinn des Lebens. Die Liebe. 

Kein werten und kein urteilen kann in der Liebe existieren. In der Liebe gibt es auch keine Gedanken. Da gibt es nur diese Form von Energie.

Stell dir vor, du stehst in einem Raum mit 77 Menschen. Alle diese Menschen tragen ihre Liebesenergie mit sich, weil sie Liebe sind. Doch nur eine hat die Kraft dich anzuziehen und zu verzaubern. Dieser Mensch mit dieser Liebe blickt dir in die Augen und in diesem Moment fühlst du dieses tiefe Vertrauen. Die Zeit bleibt stehen. Du erkennst, dass es kein ich und du in der getrennten Form gibt.

Es kann gar keine bedingte Liebe geben. Weil die Liebe die Energie des Seins in Frieden mit allem ist. Da kann man gar keine Bedingungen anknüpfen. Ansonsten ist es nur eine gedanklich vorgestellte Liebe. Die hat jedoch nichts mit dieser Liebe zu tun wie ich sie hier beschreibe. Sondern mit dem Ich durch Fremdwahrnehmung.

Es gibt auch keine Selbstliebe. Du kannst dich gar nicht selbst lieben, weil du die Liebe bist. Dein Ich das du dir vorstellst zu sein ist immer aufgebaut auf der Fremdwahrnehmung. Wenn du deine Gedanken täglich beobachtest, dann erkennst du, dass du dir vorstellst, was andere über dich denken sollen und das haltest du dann für dich selbst. Nimmst du die Gedanken über die Vorstellungen wie andere dich sehen sollen weg, gibt es kein Ich, kein Selbst das du lieben kannst. Trotzdem lernen wir in Büchern und Seminaren uns selbst zu lieben. Das geht aber gar nicht und deshalb funktioniert dies auch bei niemanden.

Das ist wie bei einem Regenbogen. Ein Regenbogen kann nur existieren wenn er einen Beobachter hat. Ohne Beobachter gibt es keinen Regenbogen. Der Regenbogen ( dein ICH ) hat kein Eigenleben. 

Und so ist es auch bei uns Menschen. Ohne andere Menschen bei denen wir uns vorstellen, dass sie etwas in uns sehen haben wir gar kein Ich, kein Selbst.

 

Und wer bist du?  


Aktualisiert 24.November 2019

Gleichmut

Was bedeutet Gleichmut und Gelassenheit in meinem Verständnis in der Spiritualität? Es gibt viele Situationen in meinem Alltag in denen ich allen Grund dazu hätte, mich zu freuen, mich zu ärgern, zu weinen, zu lachen , zu singen, zu tanzen und was noch alles das Herz und die Emotionen berührt. Doch in der Gelassenheit finde ich diese Emotionen nicht mehr. Im Gleichmut, was gleichbedeutend mit Gelassenheit einhergeht, findet kein werten und urteilen mehr statt in meinen Gedanken. Etwas ist weder gut noch schlecht, noch richtig noch falsch. Es ist einfach so. Wir denken immer dual. Das heisst, in unseren Gedanken werten wir etwas als gut oder schlecht. Dabei entscheiden verschiedene Faktoren weshalb ich etwas als gut oder schlecht bezeichne. Sei es aus Erfahrung, wegen der Erziehung oder aus der betrachteten Perspektive. Ich kann an mir beobachten, dass ich die positiven Wertungen als gut bezeichne, weil sie mir ein gutes Gefühl geben nach denen ich den ganzen Tag Ausschau halte oder hinterherrenne. Ich bezeichne es bereits als Sucht. Süchtig nach positiven Gefühlen. Ich kann auch süchtig nach negativen Gefühlen sein. Dies ist ebenso möglich. Will ich von dieser Sucht weg, dann bleibt mir nichts anderes übrig als nicht mehr zu urteilen und zu werten. Dann erlebe ich in meinen Gedanken, die die Gefühle auslösen, Gelassenheit und Ruhe. Ich empfinde keine Emotionen mehr. Nur noch Ruhe und Gelassenheit. Ich akzeptiere alles so wie es ist ohne zu werten. Ich lebe in Frieden mit meinen Gedanken. Dadurch entsteht ein tiefes Vertrauen und Dankbarkeit ins Leben und in den Tod. Ich akzeptiere alles so wie es ist und lasse all meine Wünsche und Hoffnungen los. Ich lasse den Luftballon in den Himmel steigen an dem all meine Hoffnungen, Wünsche und Ziele hängen. 

 Denn….

 Im Loslassen werde ich aufgefangen. 


Aktualisiert 3.November 2019

Suizid: DAS TABUTHEMA in unserer Gesellschaft

Was bedeutet Suizid auf der spirituellen Ebene? In meinem Verständnis? «Darf man dies? Das eigene Leben einfach beenden?» fragte mich vor Jahren eine Pflegefachfrau als wir über den Suizid einer jungen Frau sprachen, welche an einer unheilbaren Erkrankung litt.  Ihre Frage irritierte mich in diesem Moment. Mein Gedanke war: « Was ist das für eine Frage?» Ich konnte die Entscheidung, dass sie nicht mehr weiter leben wollte durchaus nachvollziehen. Sie konnte nicht mehr laufen, das Essen konnte sie nur noch mühsam zu sich nehmen. Aktivitäten nicht mehr möglich ausser man fuhr sie mit dem Rollstuhl irgendwohin. Eine verbale Kommunikation ebenfalls erschwert. Sie war Allergikerin und eines Tages schaffte sie es an diese allergischen Lebensmittel zu kommen. Sie verstarb an einem allergischen Schock. 

Es gibt viele Wege das Leben zu beenden. In der Schweiz sind wir durch die Vereine wie Exit und Dignitas «gut» eingedeckt wenn wir bei einer unheilbaren Erkrankung nicht mehr weiter leben möchten. Oft wird jedoch die Grenze bei den Menschen gezogen, die körperlich und psychisch gesund sind und trotzdem den Tod bevorzugen. Die müssen sich dann vor einen Zug werfen, eine Waffe nehmen und sich erschiessen oder erhängen. Erhängen geht immer. 

Oft kann ich bei Suizidäusserungen von Patienten beobachten, dass ich Angst habe. Angst, dass sich diese Person wirklich das Leben nimmt und ich nichts dagegen unternehmen konnte. Ich mich schuldig fühle, wenn er nach einem solchen Gespräch sich doch das Leben nimmt. Am liebsten würde ich dann ja gleich den Psychiater rufen und diesen Menschen «zu seinem Schutz» fürsorgerisch unterbringen. Nicht wegen ihm sondern wegen mir. Was denken andere über mich, wenn sie erfahren, dass ich es nicht geschafft habe, ihn davor zu bewahren, sich das Leben zu nehmen. Weiter denke ich: «Was denkt die Polizei, der Arzt, die Angehörigen, die restlichen Patienten darüber? Habe ich irgendetwas falsch gemacht?» Dann kommt der Anblick des Toten, wie er da hängt. Muss man ihn da jetzt vom Seil schneiden oder lässt man ihn hängen damit man keine Spuren verwischt? Wegen der Kriminalpolizei.

Jeder Mensch hat meiner Meinung nach das Recht seinem Leben ein Ende zu setzen. Ohne Begründung. Religionsfrei. Aber bitte in Würde und human. Dazu können nur wir als Gesellschaft etwas ändern. Wir müssen uns mit der Frage beschäftigen: « Welche Alternative  bieten wir Menschen die gesund sind und ihr Leben beenden wollen überhaupt an? Statt mit der Einweisung in eine Psychatrie zu drohen.» Wir müssen uns überlegen wie offen und bereit wir für Gespräche sind die sich um den Suizid drehen. Was würdest du tun und denken, wenn ich heute zu dir sagen würde: 

« Weisst du liebe Maria, ich überlege mir meinem Leben ein Ende zu setzen. Ich möchte Abschied nehmen von dieser Welt. Ich habe nichts mehr was es noch zu tun oder erledigen gibt. Einfach gehen.«

In Japan war der Seppuku ( siehe philosophischer Blog ) während dem Shinto-Buddhismus eine Normalität. Da kam es vor, dass ein Samurai durch die Tötung des Schwertes die Ehre seiner Familie retten konnte. Im Christentum ist genau das Gegenteil der Fall. Im Christentum wird der Suizid verachtet. Jemand der sich suizidierte bekam sein Eselsbegräbnis ( siehe philosophischer Blog ). So erkennen wir, dass die Religion einen grossen Einfluss auf unser Denken bis heute hat. Dies nicht ohne Folgen. 

Ich fragte meine Mutter letzthin, was sie denken und fühlen würde, wenn ich mir das Leben nehmen würde. Ihr Gesicht versteinerte sich und sie sagte: « Ich würde mich fragen, was ich falsch gemacht habe.» Und so ergeht es allen Menschen die einen geliebte Menschen durch Suizid verloren haben. Sie suchen nach einer Schuld. Dabei gibt es keine Schuld. 

 

Es geht um die Urängste:

Angst vor dem Sterben und dem Tod

Angst in den Augen anderer negativ gesehen zu werden

 

Es ist ein Irrtum zu denken, dass immer alle Menschen die sich suizidieren an einer Depression litten. Oft haben Ärzte, Staatsanwaltschaft, Angehörige und Freunde keine Idee wie sie diese Handlung sonst begründen sollen. Es kann durchaus sein, dass jemand einfach den Tod dem Leben vorzieht. Das versteht aber eine Gesellschaft die den Tod tabuisiert einfach nicht. Sie kann es gar nicht verstehen.  



Aktualisiert 30.Oktober 2019

Sterben und Tod = Religion?

Auf diese Frage stiess ich als ich mir ein Theaterstück am Welthospiztag ansah . Nun, nach diesem Theaterstück in dem es um das Thema Sterben und Tod ging, fand eine Podiumsbefragung statt. Moderator war ein Seelsorger und mit dabei  ein pensionierter Arzt, eine Pflegedienstleiterin, eine Schauspielerin und eine eingekleidete Nonne.

Als ich in diese Runde schaute, kam bei mir die Frage auf: Hat Sterben und Tod etwas mit Religion zu tun? Musste ich fast annehmen, wenn ich mir die besetzten Rollen anschaute. Danach kam die Frage auf: Brauche ich eine Religion, um in Frieden sterben zu können?

Ich habe mich mit jungen 16 Jahren von der katholischen Kirche und dem Christentum abgewendet, weil sie mir keine Antwort auf die Fragen: Wer bin ich? Woher komme ich und wohin gehe ich? gaben. In meinen Gedanken existiert somit kein Gott, keine Engel, kein Paradies, kein Fegefeuer, keine Bibel mit Gotteswort und kein Jesus oder Allah. Ich weiss nicht, was es gibt. Keine Ahnung. Wer kann das schon sagen?

Dabei erkannte ich, dass wir das Sterben und den Tod in dieser Region immer noch mit dem Christentum verbinden. Das Sterben und der Tod gehört somit alleine dieser Glaubensrichtung. Wo finden Beerdigungen statt? Wer hält eine Abdankung? Wo wird der Leichnam begraben? Es ist alles hier in dieser Gegend mit dem Christentum verbunden und niemand fragt nach. Niemand fragt sich, was mit Menschen ist, die nicht an die Bibel glauben, dem Christentum nicht zugeneigt sind oder einer anderen Religion. Fakt ist: Menschen wollen an etwas glauben. Das vermittelt ihnen die Illusion von Sicherheit und Sinn. Nur bemerkt der Mensch dabei nicht, dass es nur Gedanken sind an die er glaubt. Er hält diese Gedanken für die Wirklichkeit, die Realität. Der Mensch identifiziert sich mit seinen Gedanken. Dabei kann niemand sagen, woher seine Gedanken kommen. Kein Mensch weiss das aber es denkt 24 Stunden. Ununterbrochen. Dabei denkst du, dass du schon weisst, was du denkst. Wenn man das im Detail anschauen würde, erkennt man, dass der Mensch eben nicht weiss was er denkt. Er ist sich dessen nicht bewusst. Doch jeder behauptet zu wissen, was er denkt.

Wenn ich sterbe dann wünsche ich mir Menschen um mich die es akzeptieren, dass ich religionsfrei denke. Ich möchte aber auch nicht in einer Wohnung in einem Kloster sterben. Ich denke ein Buddhist würde das auch nicht wollen. Da ist es egal, wie neutral Menschen sind die mich dann begleiten. Ich möchte den Tod auch nicht mit dem Symbol eines Kreuzes in meinen Gedanken verbinden. Für mich fällt das Symbol des Todes auf die Feder.  


Aktualisiert 15.09.2019

Selbstbestimmung

 

Zur Zeit stolpere ich ständig über dieses Wort »Selbstbestimmung». Gibt es überhaupt ein Selbst? Wenn ja, was ist dieses Selbst? Wie erkenne ich mich Selbst, wenn ich nicht weiss, wer das Selbst ist? Das Selbst ist nach meiner Definition die «Seelenenergie». Wenn ich erkannt habe, dass ich nur ein ICH durch Fremdwahrnehmung habe und weiss, dass die Seelenenergie sich durch Materie verwirklicht, dann ist das Selbst eben die «Seelenenergie». 

Habe ich ein Bestimmungsrecht? Wenn ich auf mein Leben schaue, bekomme ich definitiv ein «Nein» hingeschmettert. Mein Verstand, meine Gedanken geben mir jedoch das Gefühl, dass ich etwas bestimmen kann, dass ich eine Meinung habe, überzeugt von etwas bin und jederzeit Kontrolle darüber habe, selbst bestimmen zu können. Da ich aber nicht meine Gedanken bin, kann ich auch nichts bestimmen.  

Somit gibt es in meiner Definition über «Selbstbestimmung» gar keine «Selbstbestimmung».

Ich gebe dir ein bildhaftes Beispiel:

Stell dir vor, du bist unheilbar erkrankt. Dein Hausarzt prognostiziert dir höchstens noch 4 Wochen Lebenszeit. Was geht dir in diesem Moment durch den Kopf? Hast du dies jetzt selbst bestimmt? Wer hat bestimmt, dass du unheilbar erkrankst? Viele Krebspatienten beginnen ab diesem Zeitpunkt zu kämpfen. Sie sagen oft:» Ich werde gegen den Krebs kämpfen und nicht aufgeben. Ich werde siegen. Ich sage dem Krebs den Krieg an.» So, nun erzähl mir mal bitteschön, welche Krebsart sich davon einschüchtern lässt? Der Bauchspeicheldrüsenkrebs mit Sicherheit nicht. Genau das sagt ja der Krebs aus:» Krieg, Kampf, sich selber zerstören.» Erkennst du das Gedankenmuster? 

Ich hab auf 20 Minuten ein Youtube Video angeschaut von einer jungen Schweizer Mutter von 2 Kindern. Unheilbar an Brustkrebs erkrankt. Im Interview äussert sie: « Ich werde bis zuletzt kämpfen.» Und weisst du was ich dann gedacht habe? «Jetzt hast du bereits verloren. Das ist geführter Krieg im Kopf». Ihr Verstand, ihre Gedanken suggerieren ihr, dass sie gegen den Feind «Körper» kämpfen muss. Sie identifiziert sich so stark mit ihren Gedanken und hält ihren Krieg so gegen ihren Körper aufrecht. Erst einmal ginge es um die Akzeptanz, dass der Tod zum Leben gehört. Akzeptiere ich den Gedanken des eigenen Todes in jedem Moment, dann muss ich auch keinen Kampf gegen meinen Körper führen. Verstand und Körper fühlen sich dadurch entspannt und gelassen. Habe ich meinen Tod akzeptiert, kann ich loslassen aber erst muss ich meine Gedanken erkennen. Ich lasse meine Kontrolle über das Leben los und beginne ins Leben zu vertrauen. Liebe entsteht und Angst reduziert sich und löst sich auf. Dann muss ich keinen Krieg mehr in meinem Kopf gegen meinen Körper, den ich bewohne, führen. 


Krieg im Kopf

Wir alle wissen, dass die globale Erwärmung, verursacht durch uns Menschen, stetig steigt. Plötzlich haben wir im Winter keinen Schnee mehr sondern das ganze Jahr ein Wetter wie auf den Malediven. Einfach ohne Strand und Meer. Weil uns dann sowieso das Wasser fehlt. Skifahren muss mit irgend einer anderen Sportart kompensiert werden. Greta Thunberg und einige andere versuchen auf diese Misere aufmerksam zu machen. Ich habe im Internet nachgeschaut, welche Umweltorganisationen es bei uns gibt. Folgende habe ich gefunden: 

Myblueplanet

Oda Umwelt

Bruno Manser Fond

Chinderchuchi 

CIPRA Internationale ALpenschutzkomission

Hausverein Schweiz

Greenpeace Schweiz

Klima-Allianz Schweiz

Filme für die Erde

Green Cross Schweiz

FöP Forum Ökologie & Papier 

EnergieSchweiz für Gemeinden

So in etwa sieht es hier in dieser Gegend aus wo ich wohne mit den Umweltorganisationen. In Afrika hungern sie immer noch, die Kinder. Soll ich für dich nachschauen oder machst du dies selbst? Ich meine, die Namen der Hilfsorganisationen in der Schweiz suchen die hungernden Kinder helfen. Das wird nun schon seit Jahren versucht. Mit welchem Erfolg? Genau. Mit keinem Erfolg, wenn man ihn an der Anzahl toter Kinder misst. Weshalb sollte nun diese Greta Thunberg mit ihrem Versuch, das Klima zu verbessern, Erfolg haben? Sie wird genau so scheitern, weil es nicht das Problem an der Wurzel anschaut. Das Problem weshalb die Welt so ist wie sie ist, ist, dass sich der Mensch nicht weiter entwickelt. 

Die Ängste sind immer noch da. Ich habe Angst vor dem körperlichen Schmerz und vor dem Tod. Und ich habe Angst in den Augen von anderen niemand zu sein. Das sind unsere Urängste. Jeder Mensch trägt sie jeden Tag mit sich rum. Ich genau so.

Greta Thunberg hält uns genau diesen Spiegel vor die Nase.

1.    Angst vor dem Tod. 

Wenn wir so weiter machen mit unserer Umweltverschmutzung, dann werden wir die Welt und uns selbst zerstören. Und sterben. Davor haben wir Angst.

2.    Angst in den Augen von anderen niemand zu sein

Ja, sie ist berühmt geworden durch ihre Aktionen. Sie ist in den Augen der Gesellschaft jemand geworden. Und sie suggeriert mir gleichzeitig, dass ich schlechter bin als sie. Sie macht auf die Missstände aufmerksam und geht selbst angeblich umweltbewusster um. Ich anscheinend nicht. Da sind wir wieder beim : Ich bin besser oder schlechter als du.

Das ist geführter Krieg im Kopf. In ihrem und in meinem. Nichts wird sich dadurch ändern. Absolut nichts. 

Erst wenn ich als Mensch den Tod akzeptiert habe. Erst wenn ich erkannt habe, dass es immer um die Anerkennung geht. Erst wenn ich erkannt habe, dass ich Angst davor habe, in den Augen der anderen niemand zu sein und dies akzeptiert habe, schaffen wir eine Basis die Grundlegend etwas in unserer Gesellschaft bewegen kann. Wir lenken uns mit solchen Dingen einfach nur von uns selbst ab. Wir fokussieren uns nach Aussen und zeigen mit den Fingern auf andere. Wir müssen uns anschauen. Nach Innen schauen und erkennen, dass wir unsere Kriege in unserem Kopf führen und die Welt uns dies spiegelt. 

Die Welt ist nur so, wie ich sie wahrnehme. Ändere ich meine Gedanken, ändere ich meine Wahrnehmung der Welt.

    

Weshalb ist die Welt so wie sie ist?

Aktualisiert 25.Juli 2019

Es ist ganz einfach. Wir leben in ständiger Angst nicht anerkennt zu werden. Wir leben in ständiger Angst dem Gegenüber nicht gut genug zu sein in seinen Augen. Wir bewerten uns immer höher oder niedriger ein zu unserem Gegenüber. Wir leben in ständiger Angst, dass wir sterben können. Wir denken täglich an unseren Tod weil wir Angst vor ihm haben. 

Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die er entweder höher oder niedriger bewertet als sich selbst. Du kannst es täglich in deinen Gedanken beobachten. Alles was wir tun, tun wir aus ANGST. Auch die Karriereleiter steigen wir nicht aus Liebe hoch. Wir steigen sie aus Angst hoch. Wenn wir dort oben sind, klammern wir uns an unseren Status. Wir sind jemand in den Augen von anderen. Da wollen wir nicht runterfallen. Zwischendurch denkst du dann wieder an den Tod. Das machst du 24 Stunden lang. Jeden Tag. 365 Tage im Jahr. Deshalb ist die Welt so wie sie ist. Weil wir Angst haben in den Augen von anderen negativ gesehen zu werden.



Meine Definition von Spiritualität, Esoterik und Religion 

Erst möchte ich dir meine Definitionen von Esoterik, Spiritualität und Religion näherbringen. Ich denke, dass es wichtig ist, dass du mein Verständnis darüber kennst. So wird es dir leichter fallen, meinen Gedankengängen folgen zu können. In der Gesellschaft werden die Begrifflichkeiten zum Teil unterschiedlich verstanden. 

In meiner Wahrnehmung finde ich in der esoterischen Welt Menschen die sich unter anderem mit folgendem beschäftigen; Pendeln, Tarotkarten legen, Numerologie, Räuchern, mit Verstorbenen kommunizieren und Hellsehen. Sie sehen sich als Vermittler zwischen dieser Welt und dem Universum. Sie nennen sich Mediums, Geistheiler, Schamanen usw. Sie beschäftigen sich mit höheren Wesen, Engeln, Ritualen, Karma und anderem Übernatürlichen. Diese Menschen richten sich nach Aussen zu etwas hin und glauben an Übersinnliches. 

Wenn ich an die Religion denke, dann denke ich erst Mal an meine christlich geprägte Kindheit. Religion ist eine Weltanschauung basierend auf einem Glauben durch gewisse Vermittler wie die Bibel oder den Koran. Ich selbst bestimme oder andere bestimmen darüber , wie und was aus Texten oder Predigen interpretiert und verstanden werden kann. Ich glaube etwas ohne es selbst inhaltlich überprüft und hinterfragt zu haben. Man ist ein Gläubiger oder eine Gläubige. Obwohl mich die christliche Religion durch meine Kindheit begleitet hatte, konnte sie mir ebenfalls auf die 3 Fragen keine Antwort geben. Mit 16 Jahren wendete ich mich von der katholischen Kirche ab.

Ich habe in meinen Lebensjahren immer wieder über den Sinn des Lebens nachgedacht. Vor allem dann, wenn ich ihn verloren hatte. Leider gibt es für sinnsuchende Menschen kein Fundbüro, wo man anfragen kann, ob der Sinn gefunden und abgegeben wurde. Nun, Esoterik wie sie klassisch ausgeübt wird, hat mich in den Fragen: Wer bin ich? Woher komme ich und wohin gehe ich? leider nicht weitergebracht. Danach habe ich mich mit Spiritualität beschäftigt. Vor allem in meinem Berufsalltag konnte ich feststellen, dass Spiritualität nur einen sehr geringen Anteil im Denken unserer Gesellschaft einnimmt. Und wenn von Spiritualität gesprochen wird, dann meistens in Bezug auf eine Religion. In der Palliative Care beschäftigt man sich ebenfalls mit dem Thema Spiritualität. Dabei werden spirituelle Gedanken mit dem Seelsorger oder dem Pfarrer verknüpft. In der westlichen Gesellschaft wird also Spiritualität meistens mit der Religion verbunden. Ich gehe etwas weiter und betrachte die Spiritualität aus einer philosophischen Perspektive. Im Wort Spirit finden wir den Geist, Hauch, spiro = atmen. Spiritualität hat für mich mit dem Suchen und Finden auf die Fragen:  

Woher komme ich? Wer bin ich? Wohin gehe ich? zu tun. Diese 3 Fragen beinhalten die Zeitformen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Gedanken über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft tragen eine zentral wichtige Rolle in unserem Leben. Sie entscheiden, wie bewusst ich den Moment, also das Jetzt, in meinem Leben wahrnehme. Wenn wir unsere Gedanken beobachten, stellen wir fest, dass unsere Gedanken sich die meiste Zeit im Alltag um die Vergangenheit drehen oder um die Zukunft. Ich kann also jedes Ereignis in meinen Gedanken aus der Vergangenheit herdenken und erlebe sie in den Gedanken und im Gefühl nochmals. In diesen Momenten leben wir in der Vergangenheit. Unser Hirn macht keinen Unterschied, ob dies nun der Wirklichkeit im Aussen entspricht oder nicht. Für das Hirn ist dieser Moment Realität. So kann ich jedes Gefühl, sei es negativ oder positiv, wieder zum Leben erwecken, ohne dass sich im Aussen etwas verändern muss. Ich gebe dir gerne ein bildhaftes Beispiel:

Ich wuchs sehr behütet in einer Bergregion in den Schweizer Alpen auf. Das Wandern war bei meinen Eltern sehr beliebt. Als Kind musste ich immer mit ihnen wandern gehen. Zumindest empfand ich es so da sie mir keine andere Wahl liessen. Jedes schöne und warme Wochenende bestiegen wir in meiner Primarschulzeit irgendwelche umliegenden Berge. Eines Tages als ich mit meinen Eltern und meinem Bruder Mitten im Aufstieg auf einen Gipfel unterwegs war, stoppte ich mitten im Weg. Stand da auf diesem Wanderweg, stemmte meine beiden Arme seitlich in die Hüften und meinte voller Trotz und Ärger zu ihnen, dass ich den Sinn dieser Wanderung einfach nicht erkennen würde. Ich wollte von ihnen hören, was es mir bringen soll, jetzt und heute da auf diesen Gipfel zu steigen.  Nur damit ich dann von da oben runter schauen kann? Welchen Sinn ergibt dies? 

Natürlich wurde ich von meinen Eltern belächelt und sie versuchten ihre nach dem Sinn suchende Tochter zu motivieren, doch noch weiter zu gehen.  

Später im Erwachsenenalter, wenn ich ans Bergwandern dachte, erlebte ich diese Geschichte immer wieder nochmals in meinen Gedanken und meinem Gefühl. Obwohl es im Aussen nicht erkennbar war. Irgendwann im Laufe meines Lebens entdeckte ich die Freude am Wandern. Ich wurde sogar eine sehr leidenschaftliche Wanderin und erkannte plötzlich die Schönheit darin. Wie kam dieser Wandel? 

Spiritualität hat für mich mit der Beschäftigung meines Menschseins zu tun. Auf der Suche nach mir selbst. Ich kann mir denken, dass für manche Leser diese Sätze sehr abstrakt und verwirrend wirken. Viele gehen davon aus, dass sie wissen wer sie sind. Sie sind der Vater von 2 Kindern, der erfolgreiche Bankier, die selbständige Hausfrau, die Verkäuferin im Gucci Designerladen oder die Pflegefachfrau im Kantonsspital Chur. Irgendwann erkennst du, dass dies nur deine Rollen im Leben, sind die du spielst aber das bist nicht wirklich du. Das sind deine Rollen mit denen du dich identifizierst. Ich kann meine Rollen jederzeit ändern. Hier setzt die Spiritualität für mich an und geht den Fragen; Woher komme ich, wer bin ich und wohin gehe ich nach. Ich beschäftige mich mit meinen Gedanken und Gefühlen, weil ich in meiner Spiritualität erkannt habe, dass ich mich mit Gedanken, Gefühlen und Rollen  identifiziere und die Möglichkeit habe, sie jederzeit zu ändern. Ich beobachte mich als Mensch und erhalte Selbsterkenntnisse über mein Sein. Ich orientiere mich in meiner Spiritualität nicht nach Aussen, an Objekten oder Menschen. Ich beobachte nur mich selbst. Ich muss nur meine Gedanken beobachten. Dann wird eine Bergwanderung plötzlich zu einem spirituellen Ereignis.


Während ich viel schrieb, entdeckte ich die wunderbare Welt der Philosophen. Sokrates, Platon, Aristoteles und wie sie alle, Jahre vor der Zählung von Christus hiessen, haben es mir besonders angetan. Die Philosophie beschäftigt sich mit dem Sinn des Lebens. Sie versucht die Welt und die menschliche Existenz zu ergründen. In der Philosophie betrachtet man das Leben auf seine eigene Art und Weise. Die einfachsten Wortbegriffe werden hinterfragt und zerpflückt. Viele Zitate die wir kennen, stammen angeblich von Philosophen. Ich habe mich jedoch auch schon mit der Frage beschäftigt, wie ein Zitat zum Beispiel von Konfuzius ( chinesischer Philosoph ) aus dem Jahre 551-479 vor Christus es schafft, bis ins Jahr 2019 zu überleben. Und wer ist sich denn so sicher, dass dieses Zitat von diesem besagten Konfuzius stammt? Es könnte ja auch von seiner Grossmutter gewesen sein. 

Ich bringe jetzt trotzdem noch ein Zitat meines Lieblingsphilosophen.

Sokrates, ein griechischer Philosoph, brachte es auf den Punkt: Niemand kennt den Tod, es weiss auch keiner, ob er nicht das grösste Geschenk des Menschen ist. Dennoch wird er gefürchtet, als wäre es gewiss, dass er das Schlimmste aller Übel sei. 


Frau Nichts und Herr Niemand

aktualisiert 21.Juni 2019

Wir definieren das Leben als das einzig Wahre erstrebenswerte. Sicher denkst du jetzt:» Na ja, das hat ja auch seine Berechtigung.» Ich stimme dir da völlig zu. Wir lieben das Leben und es liebt uns. Die Geburt eines Kindes, der Tod, die Luft zum Atmen, die Depression, der Trottel von gestern, die Umweltverschmutzung  das Selbstmitleid oder der Furz vom Nachbarn all das lieben wir. Wir bemitleiden Menschen die angeblich in unseren Augen zu früh verstorben sind. Weil wir eben dem Leben den grössten Sinn und Stellenwert geben. Würden wir davon ausgehen, dass wir ewig sind, sagen wir, eine Form von Energie wie ich später noch näher darauf eingehe, dann ist der Tod eine Illusion. Es würde den Tod dann gar nicht geben, weil wir in einer anderen Form weiter existieren würden. Zum Beispiel als NICHTS und NIEMAND. Ich existiere ja nur, weil mich andere wahrnehmen. Hätte ich niemanden der mich sieht oder diese Zeilen liest, würde ich gar nicht wahrgenommen werden. Ich würde nicht existieren. Ich brauche also andere damit mein ICH existiert. Zusammengefasst: Es gibt kein ICH ohne Fremdwahrnehmung. Wir brauchen also immer andere. 

 Schauen wir uns mal die Christen an. In unseren Breitengraden glauben die Christen an Gott, ans Paradies und an das Fegefeuer. Sie leben in ständiger Angst, dass sie etwas falsch machen könnten und nach dem Tod statt in den Himmel ins Fegefeuer geworfen werden. Du kannst gerne das Wort Fegefeuer googlen. Ich erspare mir hier nähere Ausführungen. Erkennst du bei diesem christlichen Gedanken, dass man sich nach dem Tod immer noch bildlich als Person vorstellt ? Falls du jetzt denkst, dass es ein solches Denken in unserer heutigen Zeit nicht mehr gibt, muss ich dich jetzt leider enttäuschen. Diese Art von Denken haftet immer noch wie ein blutsaugender Egel an einem chinesischen Reisbauerbein in katholisch geprägten europäischen Dörfern oder einfacher ausgedrückt; wie ein Kaugummi an deiner Schuhsohle. 

Letzthin fragte ich eine 83 jährige Frau, was nach ihrer Meinung nach dem Tod komme. Sie schaute mir sehr ernst ins Gesicht, so dass ich mir kurz überlegen musste, wo der Notausgang ist. Sie antwortete dann mit kräftigem und bestimmenden Ton:" Es gibt den Himmel und das Fegefeuer. Ich hoffe, dass ich in den Himmel komme. Ja so ist es. Wenn man nicht gut war im Leben dann kommt man ins Fegefeuer. " Ich überlegte mir, wenn es keinen Notausgang gibt, dann könnte ich mich auch über den Balkon abseilen.

 

Aktualisiert 08. Juni 2019

"Sterben lernen? Wozu denn?

Es gelingt sehr gut beim ersten Mal."

Nicholas de Chamfort, Schriftsteller

 

Hier ein Ausschnitt aus meinem Manuskript mit dem Titel "Ein Baum der seine Federn verliert" welches gerade entsteht:

 

aktualisiert 07.Juni 2019

Ich habe eine Frage an dich.  

«Hast du auch schon Angst vor dem Tod gehabt?» 

Wenn ja, dann haben du und ich etwas Gemeinsames. 

Ein Baum der seine Federn verliert beschreibt, wie wir es schaffen können, mit solchen ängstlichen Gedanken umzugehen ohne dabei etwas zu verlieren. Die entscheidende Herausforderung diese Angst zuzulassen, kann darin liegen, den Tod in unseren Gedanken zu akzeptieren und integrieren. Doch wie soll dies dir und mir gelingen? 

Meine jahrelangen Erfahrungen als Pflegefachfrau mit Sterbenden, haben mir aufgezeigt, dass es keinen Grund gibt, vor dem Sterben und dem Tod Angst zu haben. Wenn du wissen willst, weshalb ich auf diese Erkenntnis komme, dann lade ich dich gerne auf eine Reise ein. Eine Reise mit dem Tod zu dir selbst. 

 

Die Kraft der Gedanken

Seit 26 Jahren bin ich in der Pflege tätig. Sterbende zu begleiten ist einer meiner Lebensaufgaben.  

Einerseits schreibe ich über das Sterben und den Tod und die damit verbundenen Ängste in unserer Gesellschaft. Andererseits schreibe ich über die Kraft unserer Gedanken. Denn sie spielen eine wichtige Rolle darüber wie wir etwas betrachten und wie wir fühlen. Wir alle können bei uns feststellen, dass es kein Gefühl gibt ohne vorherigen Gedanken. Gefühle entstehen aus den Gedanken. Deshalb verbinde ich die Angst vor dem Sterben und Tod mit unseren Gedanken. Denn nur so scheint es mir möglich, dass wir unser gesellschaftliches Bewusstsein weiter entwickeln können. Wenn du in der Pflege tätig bist, kann dir dieses Wissen Inputs geben und du kannst Zusammenhänge schneller erkennen. Vor allem in der Begleitung mit Sterbenden. Auch in deiner und meiner Lebensgestaltung kann dieses Wissen von Nutzen sein.  Der Tod bietet uns die Möglichkeit, das Leben mit vielen erfüllten Momenten zu erleben. Das sich bewusst sein über den Tod und ihn ins Leben zu integrieren statt zu ignorieren, kann uns eine neue Gedankenwelt eröffnen. Es kann unser Leben verändern und bewegen. Vorausgesetzt du bewegst dich gerne. Bei mir ist der Tod in meinen Gedanken zu meinem Freund geworden. Vielleicht ist er jetzt nicht gerade ein Kuschelbär aber doch ein treuer Freund. Täglich denke ich an ihn und täglich fordert er mich liebevoll auf, mich meinen Ängsten zu stellen. Ich kann meine Angst nur dann auflösen, wenn ich durch die Angst hindurch bin. Das sagen dir alle Psychologen. Das heisst, meine Angst löst sich nur dann auf, wenn ich genau dies tue, wovor ich Angst habe. Natürlich meine ich hierbei eine Angst, die keine Gefahr für meinen Körper darstellt. Wenn ich also Angst vor der Überquerung einer dicht befahrenen Autobahnstrasse habe, dann nehme ich diese Angst ernst und suche eine andere Lösung, um die Strasse überqueren zu können. So bringe ich mich nicht in Lebensgefahr. Ich spreche also über Ängste wie zum Beispiel vor Menschen einen Vortrag halten zu müssen. Wenn ich mich dieser Angst stelle und diesen Vortrag trotz grössten Ängsten durchführe, dann bin ich durch die Angst gegangen und habe sie dabei aufgelöst. Beim nächsten Vortrag werde ich wenig bis gar keine Angst mehr haben. Und so löst sich die Angst auf. Wenn sich die Angst auflöst, entdecken wir bei einem positiv erlebten Auflösen, also wenn der Vortrag zudem noch erfolgreich war, einen richtiggehenden Flow. Wir schütten unsere Glückshormone aus und fühlen statt Angst Liebe.  

Und so ergeht es mir in der Sterbebegleitung. Je öfter ich dem Tod von Menschen begegnet bin desto mehr hatte ich meine Ängste in Bezug auf den Tod verloren. Heute nach 26 Jahren bin ich sehr dankbar und reich an Erfahrungen Menschen im Sterben begleitet haben zu dürfen. Jeder Sterbende war und ist mein Lehrer. Er zeigt mir, wie das Loslassen von allem, sich am Lebensende eines jeden Menschen zeigt. Ich habe gelernt, keine Angst mehr vor meinem Sterben und meinem Tod zu haben. Es gibt keinen Grund dafür.  

 

Durch das Lesen dieses Buches erfährst du, was mit der Seele während des Sterbens passiert. Vorausgesetzt du hast Bock darauf. Du wirst diesen heiligen Moment, während ein Mensch stirbt, in diesem Buch bildhaft erleben können. Was ich dir auch beschreibe ist, wie ich die Seele definiere und wahrnehme beim Verlassen des Körpers. 

 

Ich stelle den natürlichen Sterbeprozess in den Mittelpunkt meines Schreibens. Ich beziehe mich nicht auf das Sterben und den Tod durch Unfall oder Suizid. Ich beziehe mich auf ältere Menschen an ihrem Lebensende und auf medizinisch unheilbar erkrankte Menschen an ihrem Lebensende. Zudem zeige ich auf wie das Thema Sterben und Tod ins Leben integriert werden kann. Ich zeige auf, welcher Nutzen daraus entsteht. Nicht nur für dich selbst sondern auch für das kollektive Bewusstsein und deine Familie. Es ist an der Zeit zu wachsen, um uns als Menschsein weiter zu entwickeln. Und wie wir alle wissen, braucht es dazu den geeigneten Dünger. Ich nenn den Dünger auch Perspektivenwechsel. 

Dazu möchte ich einen Beitrag in dieser Welt leisten.  Ich habe mich von vielen Menschen täglich inspirieren lassen und meine Gedanken und Überlegungen in diesem Buch mit einfliessen lassen. Einige Gedanken sind während dem Schreiben neu entstanden. Einige Gedanken habe ich durch Gespräche, das Lesen von Büchern in meinen Gedanken verankert, weil ich sie für mich als hilfreich und nützlich etikettierte. Vieles habe ich erfahren und erlebt in den Begegnungen mit mir und anderen Menschen. Im Anhang findest du Büchertitel und Namen von Personen die viel zu meiner Bewusstseinserweiterung beigetragen haben. Ich bin davon überzeugt, dass es nichts Neues zu Erfinden mehr gibt. Es gibt jedoch immer die Möglichkeit eines Perspektivenwechsels. Darin liegt mein Fokus. Ein Perspektivenwechsel trägt zu 100% zu einer Entwicklung bei und eröffnet neue Einsichten. Alles was wir auf dieser Welt benötigen ist bereits vorhanden. Wir müssen nur danach forschen und es entdecken. Wir müssen es nur erkennen.  

 

Es gibt bereits sehr viele Bücher, die beschreiben, wie wir unser Lebensglück finden können. Zahlreiche Ratgeber erzählen uns, wie wir unsere Wünsche und Träume erfüllen können. Alles sinnvoll und gut denn das gehabt zu haben befreit vom haben wollen. Nur dreht sich unser Dasein nicht nur um die materielle Verwirklichung. Irgendwann hast du alles was du dir erträumt hast in der Wirklichkeit manifestiert. Du hast deinen Traumjob, deine Yacht im Hafen von St.Tropez, deine 2 Kinder, eine Villa in Monaco, deinen Professortitel und was es alles sonst noch so an erstrebenswertem Äusseren gibt. Was machst du, wenn du dir all deine Wünsche erfüllt hast ? Was machst du dann?  

 

Es gibt 2 Möglichkeiten: 

 

Nun, was denkst du? Wie geht es weiter im Text? 

 

Fortsetzung folgt...

Schlüsselerlebnis

aktualisiert 07.Juni 2019

Der Tod begleitet mich seit den Kindergartentagen. Ich erzähle dir hier eine Geschichte die ich als Kind erlebt hatte und mein Leben prägte. Mit 17 Jahren wählte ich den Beruf der Krankenschwester und tauchte so tief wie es nur ging in mein Lebensthema ein. 

Als ich 6 Jahre alt war, besuchte ich in meinem Dorf den Kindergarten. Das Gebäude des Kindergartens war in einer Pavillonform gebaut. Auf der rechten Seite hatte es eine lange Front von Fenstern. Im Innenraum verlief an dieser Fensterfront eine ca 80 cm breite Fenstersims. Darunter hing in der ganzen Länge ein Schiebevorhang.  

Ich hatte bereits einen Freund. Er hiess Ivo. Wir verstanden uns sehr gut und versteckten uns immer beim Spielen im Kindergarten hinter diesem besagten Schiebevorhang. Ivo und ich tauchten hinter diesem Vorhang in unsere eigene Kinderwelt ein.  

Eines Tages, wir waren beinahe alle bereits im Kindergarten, klopfte es an die Türe. Unsere Kindergärtnerin, die ich über alles liebte, öffnete die Türe und vor ihr stand die Mutter von Ivo, meinem Freund. Sie betrat den Raum und fing mit der Kindergärtnerin an zu sprechen. Ich kann mich in meinen Beobachtungen nicht mehr daran erinnern, ob die Mutter geweint hatte. Ich denke schon. Einzig wie sich meine Kindergärtnerin entsetzt mit weit aufgerissenen Augen mit der rechten Hand den offenen Mund verschloss, blieb mir bis heute bildlich in Erinnerung. Als sie sich einigermassen wieder gefangen hatte, teilte sie uns mit, dass Ivo bei einem Unfall ums Leben gekommen sei. Er war zu spät dran und rannte über die Strasse, um den Bus noch zu erreichen der ihn in den Kindergarten bringen sollte. Dabei übersah er den Traktor und wurde überfahren. Ich stand einfach nur in diesem Kindergartenraum und schaute ins verweinte Gesicht meiner über alles geliebten rothaarigen Kindergärtnerin. Ich weiss noch genau, dass ich keine Emotionen in mir wahrnahm wie Trauer, Verlustgefühl oder Herzschmerzen. Ich wurde vom Tod meines Freundes emotional nicht negativ berührt. Heute weiss ich, dass Ivo und ich eine bedingungslose Liebe mit 6 Jahren lebten. Wir fragten uns nicht täglich wo warst du gestern Abend? Oder drohten uns gegenseitig :“ Ich verlasse dich wenn du nicht....“ Wir stellten einander keine Bedingungen um die Liebe des anderen zu gewinnen. Das macht man mit sechs Jahren nicht.  

Alle nahmen an der Beerdigung teil. Unsere Kindergärtnerin weinte entsetzlich. War nicht mehr fähig zu sprechen, schluchzte ununterbrochen. Ich jedoch fühlte immer noch diese Freundschaft zwischen Ivo und mir. Immer noch fühlte ich mich nicht traurig. Später besuchte ich sein Grab über Jahre hinweg jeden Sonntag nach dem Gottesdienst. Ich erzählte ihm immer was Neues. Auch mit 16 Jahren stand ich noch an seinem Grab und sprach in Gedanken mit ihm. Ich hatte nie das Gefühl ihn verloren zu haben. Er war einfach an einem anderen Ort aber ich konnte immer noch mit ihm kommunizieren. Heute bin ich mir bewusst, dass Kinder den Tod ganz anders wahrnehmen als wir Erwachsene. Sie leben im JETZT nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft.  

Für Kinder ist der Tod in ihren Gedanken nicht greifbar. Sie sind im Jetzt, in ihrem Moment und da zählt nur dieser eine Moment. Da gibt es in ihren Gedanken keine Vergangenheit und keine Zukunft. Also gibt es auch nichts worüber sie trauern können. Weil es eben keine Erinnerungen gibt. Je älter wir werden desto mehr verlieren wir als Mensch dieses Bewusstsein über den Moment. Eine bedingungslose Liebe wie ich sie oben beschreibe, erkläre ich damit, dass Ivo und ich Freude teilten, wenn wir zusammen waren. Wir hatten jedoch nicht die Gedanken mit 6 Jahren den anderen besitzen zu wollen. Wir hatten nicht das Gefühl, dass wir einander gehören. Wir stellten keine Bedingungen an unser gemeinsames Dasein. Wir kontrollierten nicht das Leben sondern das Leben bestimmte unsere Momente, die wir erlebten. Deshalb empfand ich auch keine Trauer, oder ein Verlustgefühl. Ich kann nur etwas betrauern oder als Verlust empfinden, wenn es mich als Person betrifft. Mein Ego. Mein Ich. Es geht alleine um meinen persönlichen Verlust. Heute trauere ich auch zwischendurch, wenn ich mich emotional zu einem verstorbenen Lebewesen verbunden fühle. Nur habe ich in den letzten Monaten bewusster getrauert. Ich bin mir heute bewusst, dass ich um MEINEN VERLUST eines mir geliebten Menschen trauere und nicht um den verstorbenen Menschen selbst. Ich habe für diese Erkenntnis 44 Jahre gebraucht. Falls du noch nicht so alt bist, hast du noch Zeit dies zu erkennen. Falls du älter bist, solltest du dich etwas beeilen. 

Ein Zitat

Aktualisiert 31.5.2019 

Wer Sterben lernt, lernt zu leben.

Spiritueller Humor

Aktualisiert 26.Mai 2019

Eine Geschichte über einen taoistischen Einsiedler in den Schweizer Alpen.

Einmal machte sich der Bundesrat zu dem Eremiten auf, um seinen Rat einzuholen.

Als sie unangekündigt in seine Alphütte eintraten, fanden sie ihn mit grossem Entsetzen splitternackt vor. "Was fällt dir ein, dass du hier in dieser Alphütte ohne Hosen meditierst?", fragten sie vorwurfsvoll. " Die Welt ist meine Hütte", antwortete er," und dieser kleine Raum meine Hose. Ich würde gerne wissen, was ihr in meiner Hose sucht?" 

 

Taoist; chinesische Philosophie und Weltanschauung

Eremit; Einsiedler

 

Dankbarkeit leben

Aktualisiert 25.Mai 2019

Das Leben ist ein Geschenk. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir jeden Tag aufs Neue erwachen. Wir nehmen es jedoch als Selbstverständlich hin. Was wäre, wenn wir jeden Tag die Augen aufschlagen und als erstes einfach Dankbar sind für einen neuen Tag. Der Tod, mittlerweile unser Freund, hilft uns dabei, uns daran zu erinnern, dass das Leben ein Geschenk ist. Nutzen wir dieses Geschenk und sind dankbar, dass es den Tod gibt. Es gibt keinen Grund vor ihm Angst zu haben. Auch wenn wir nicht wissen, wohin unsere Reise im Tod geht, können wir der Seele, Gott, dem Universum, der Natur, den Engeln oder an was auch immer du glaubst, unser Vertrauen schenken. Es hat uns ja auch dieses Leben hier und jetzt geschenkt.

 

Sachlich betrachtet beginnt palliative Care bei der Zeugung eines Menschen

Aktualisiert 11.Mai 2019

In der Medizin sind folgende Erkrankungen sogenannte Klassiker in der palliative Care:

Onkologische Erkrankungen, Rheumatische Erkrankungen, Chronisch- obstruktive Lungenerkrankungen, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, Morbus Crohn, Diabetes Mellitus, Herzinsuffizienz, Demenz, Amyotrophe Lateralsklerose, Muskeldystrophie und weitere eher seltene Erkrankungen die ich hier jetzt nicht aufführe.

Palliative Care bedeutet also nicht, wie im Volksmund angenommen, dass man bald beziehungsweise zeitnah  stirbt. Palliative Care kann als Lebensprinzip betrachtet werden. 

Ein unheilbar erkrankter Mensch bekommt im Leben die Möglichkeit durch seine Erkrankung erfülltere und bewusstere Momente zu erleben als ein gesunder Mensch. Weil er eben das Sterben und den Tod mit in sein Leben integrieren könnte. Ich schreibe könnte da ich nur sehr wenige Menschen kenne die bereit sind sich ausführlich mit dem eigenen Sterben auseinanderzusetzen. Sich selbst bildlich vorzustellen in einem Bett zu liegen und zu sterben erscheint uns zu abstrakt. Fällt uns schwer zu visualisieren. Eine Schwierigkeit darin liegt auch, dass es uns schwer fällt, unseren körperlichen Zerfall bildlich vor Augen zu führen. Wir haben keine Vorstellung davon wie wir im hohen Alter aussehen. Wir wünschen uns jedoch dieses Bild. Dieses Bild im hohen Alter zu sterben und nicht JETZT. JETZT ist es noch zu früh. JETZT bin ich noch zu jung.

 

Wir alle wollen erst sterben wenn wir alt sind. Aber am Liebsten würden wir gar nicht sterben.

 

Den eigenen Tod vor Augen

Aktualisiert am 27.April 2019

Die innere Haltung von Palliative Care beginnt durch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Sterben und dem eigenen Tod

Hast du dich schon mal folgendes gefragt:

-Was empfinde ich beim Gedanken daran, dass ich morgen tödlich verunfalle?

-Was empfinde ich beim Gedanken daran, morgen die Diagnose einer unheilbaren Krankheit zu bekommen?

-Was bedeutet der eigene Tod für mich?

-Wie stelle ich mir mein eigenes Sterben vor?

-Bei welchem Gedanken empfinde ich Angst?

-Bei welchem Gedanken über mein eigenes Sterben und über den Tod empfinde ich Ruhe und Gelassenheit?

 

Vielleicht denkst du jetzt gerade, diese Fragen sind für mich noch zu früh. Ich werde noch nicht sterben. Deshalb überfliege ich diese Fragen nur. 

 

Auch wenn du nicht täglich an dein Sterben und deinen Tod denkst, dein Unterbewusstsein tut es. Sollte es tatsächlich ein Unterbewusstsein geben.

 

Baumfeder

Gefühle entstehen nur durch Gedanken.

Erst wenn ich mich mit meinem eigenen Sterben und meinem eigenen Tod auseinandergesetzt habe, ist es mir möglich die Fähigkeit zu entwickeln, wahrzunehmen wie sich sterben anfühlen kann. Es ermöglicht mir bei mir selbst noch nicht gedachte Gedanken entstehen zu lassen die Gefühle auslösen. Diese Emotionen können nun positiv oder negativ wahrgenommen werden. Mein Leben ist gefüllt mit Erlebnissen, Erfahrungen, Erziehung und Erzählungen. Dadurch entsteht eine einzigartige Individualität wie sie kein anderer Mensch besitzt. Es geht mir also darum die eigene Individualität und die Individualität der anderen erst einmal wahrzunehmen. In diesem Bewusstseinsraum erkenne ich, dass meine Gedanken und Gefühle nur mich selbst betreffen und sich nie auf andere beziehen lassen können. Sie sind nicht richtig und nicht falsch. Und vor allem achte ich darauf, dass ich meine Gedanken und Gefühlswelt nicht auf den Sterbenden projiziere und sie als einzig richtig an eine Pinnwand nagle. 

 

Interessiere ich mich für die Belange, Zuversicht, Liebe, Trauer, Sorgen, Ängste, Freude und Hoffnungen anderer Menschen so höre ich ihnen offen zu ohne meine eigene Welt ins Gegenüber zu projizieren. Das will jedoch trainiert werden. 

 

Gelingt es mir meine eigenen Gefühle und Gedanken nicht höher zu werten als die meines Gegenübers so ermögliche ich einen Dialog. Ich verrate dir etwas: einen Dialog mit einem Sterbenden zu führen ist die höchste Form von Respekt, Wertschätzung und entgegengebrachtem Vertrauen. Es ermöglicht sowohl dem Sterbenden als auch mir uns im inneren Prozess weiter zu entwickeln. Auch diese Haltung lebe ich so oft es mir bewusst ist in der Begegnung mit medizinisch gesunden Menschen. Du weisst schon, manchmal hat man auch keine Lust auf eine Trainingssequenz.

 

Beispiel:

Ein 65 jähriger gerade pensionierter Vater von 3 erwachsenen Kindern unheilbar an Darmkrebs erkrankt, erzählte mir bei sich zu Hause vor seinem Sterben folgendes Erlebnis:

 

Stell dir vor, du weißt dass du bald sterben wirst und bei diesem Gedanken fragst du dich, was möchte ich vor meinem Tod noch geklärt haben? Was ist mir wichtig noch besprochen zu haben, gesagt zu haben, getan zu haben. Eines Tages besuchte mich die Krankenhauspsychologin. Als ich ihr von meinen Gedanken erzählte, sagte sie etwas leicht schockiert zu mir: "Aber Herr Müller, so dürfen sie nicht denken! Sie müssen zuversichtlich sein, dass sie ihre Krankheit besiegen. Sie müssen positiv denken. Sie werden noch nicht sterben".

 

Weißt du wie ich mich dabei gefühlt habe? Einfach nur schuldig, nicht ernst genommen und sehr verzweifelt. Ich bekam nicht die Unterstützung auf die ich gehofft hatte. Ich fühlte mich alleine gelassen.

 

So hätte ein Dialog mit mir stattgefunden:

 

Stell dir vor, du weißt dass du bald sterben wirst und bei diesem Gedanken fragst du dich, was möchte ich vor meinem Tod noch geklärt haben? Was ist mir wichtig noch besprochen zu haben, gesagt zu haben, getan zu haben. Eines Tages besuchte mich Tanja. Als ich ihr von meinen Gedanken erzählte, sagte sie sehr aufgeschlossen und interessiert zu mir: "Ich finde deine Gedanken sehr spannend, zumal ich sie mir selbst auch des öfteren gestellt habe über meinen eigenen Tod. Ich habe herausgefunden, dass es mir vor meinem Tod wichtig ist, all meine Fragen anzugehen. Peter, wie gehst du jetzt mit dieser Erkenntnis um? Hast du das Gefühl, deine offenen Fragen angehen zu können und wenn ja, was benötigst du dazu? Wie kann ich dich dabei unterstützen?"

 

Seit 26 Jahren beobachte ich immer dasselbe Phänomen. Jetzt pass auf:

 

Fortsetzung folgt.....

 

 

 

Perspektivenwechsel; eine Kunst der Gedanken

Aktualisert 21.April 2019

 

Stell dir vor du pflanzt an einem Ostersonntag Salat und Fenchel im Garten. Neben dir stehend ein fast 3 jähriges Kind. In seiner Hand haltend einen Wasserschlauch. Allzeit bereit zu wässern. Du immer noch sehr beschäftigt mit dem pflanzen der Setzlinge und gedanklich irgendwo auf einer Reise wo du in den Augen von anderen jemand sein möchtest. Dabei redest du dir ein, dass du nur einen Garten hast, damit du meditieren kannst. Klingt gut. Es geht also nicht darum, dass im Spätsommer dann die Leute bewundernd vor deinem Garten stehen und dich loben, wie toll du das nun hingekriegt hast und sie dich um deinen grünen Daumen beneiden.

 

Irgendwann während du dies denkst, drückt dein Kleinkind auf den Schlauch und bewässert DICH statt die Pflanzen. Bei deinem Geschrei: „Hör damit auf“, wendet er den Gartenschlauch von dir ab und zielt auf die Pflanzen. 

 

Aus deiner Perspektive eine Katastrophe da nun alles voller nasser Dreck ist und es nun schwieriger wird für dich die Setzlinge zu pflanzen. 

 

Aus der Perspektive des Kleinkindes aber macht dies höllischen Spass. 

 

Aus der Perspektive eines religiösen Menschen eine Sünde an einem Ostersonntag im Garten zu arbeiten.

 

Aus der Perspektive des Vaters des Kindes eine Auszeit in der Kinderbetreuung.

 

Aus der Perspektive der gerade jung geschlüpften Kätzchen von Pipi eine Erholung von einem Kleinkind.

 

Jede Perspektive sagt etwas aus. Keine Perspektive ist richtig oder falsch. Wir halten jedoch meistens unsere Perspektive für die einzig richtige und lassen andere Gedanken nicht zu. Dies führt meistens zu dogmatischem Denken.

 

Traditionen, Religionen und Kulturen sind die Säulen dogmatischen Denkens. Sie verhindern eine Entwicklung in unserem Menschsein. Ein Perspektivenwechsel würde da vieles verändern können. 

 

Leaving Neverland

Aktualisiert 17.04.2019

Diese Doku hat mich tief in seiner Faszination berührt. Dan Reed ist es gelungen einen emotional packenden Film zu produzieren. Schlicht, einfach, prägend durch bildhafte Worte erzählt. Dann diese charismatische Ausstrahlung von James Safechuck. Bei diesem Typen bin ich hin und weg mit seinem Charisma.

 

Irgendwie ging Michael Jackson an mir vorbei. Seine Musik packte mich nie wirklich. Ich hab auch die Prozesse der Anklagen wegen Missbrauch nie verfolgt oder mich dafür interessiert. Leaving Neverland zu schauen war absolut nicht mein Plan. Ich sass nur auf dem Sofa und per Zufall war dieser Sender am Laufen der an diesem Abend diese Dokumentation ausstrahlte. 

Nun, es ist auf jeden Fall eine sehr gute Übung für das Loslassen von einer Meinung, da es um Kinder geht.

Ich habe dann festgestellt, dass es wie immer in dieser dualen Welt Menschen gibt die daran glauben und Menschen die nicht daran glauben. Du hast dir bestimmt auch eine Meinung gebildet. Grundsätzlich ist jeder über die Geschichte schockiert und kann es kaum glauben, dass dies die Wahrheit sein soll. Nun, dazu kommt, dass seine Musik viele in ihrer Kindheit begleitet haben. Dadurch identifiziert man sich mit diesem Menschen. Man hat sich ein Bild konstruiert und es mit Emotionen aufgeladen. Er war ein Star. Die Menschen gaben ihm Macht.

 

Du hast dir nach dieser Doku eine Meinung gebildet und vor allem ein Urteil. Dieses steht. Nun versuch mal einen Perspektivenwechsel in deine Meinung zu bringen. Versuch einmal ein anderes gegenteiliges Urteil zu fällen.  Versuch es ernsthaft. Nun, wenn es dir gelungen ist, dein Urteil und Meinung zu verändern durch einen Perspektivenwechsel, kannst du nun versuchen, deine Meinung über die Geschichte von Neverland loszulassen. Du lässt den Gedanken über deine Meinung einfach los. Was bleibt übrig? Nichts. Kein Gedanke. Keine Meinung. Kein Urteil. Das ist Frieden. 

 

Alles andere ist Krieg im Kopf.

 

Selbstbestimmung

Aktualisiert 16.04.2019

 

Es ist ein Irrglaube, welcher hartnäckig in der Palliative Care Szene und in den Gedanken unserer Gesellschaft haftet. Die Selbstbestimmung. 

Es gibt keine Selbstbestimmung. 

Hast du auch schon beobachtet, dass das Leben nicht zu kontrollieren ist? Dass du oft etwas bestimmt hast, das vom Leben jedoch nicht bewilligt wurde? Zum Beispiel dann schwanger zu werden, wenn DU es geplant hast. Oder du hast dir eine Fahrkarte nach Holland gekauft, doch der Zug hatte eine Panne und du musstest deine Zugfahrt verschieben? Hast du auch schon beobachtet, dass die grössten Ereignisse in deinem Leben immer ungeplant waren? Das Leben, das Selbst, Gott, die Natur, das Universum, die Engel oder an was auch immer du glaubst, bestimmt, wie und was läuft. Dieses „Es“ führt Regie. Nicht du und nicht ich. Somit ist die Selbstbestimmung ein nettes Wort jedoch inhaltlich nutzlos. Auch im Sterben können wir nicht selbstbestimmt sein. Wir brauchen immer andere die sich für unsere Wünsche und Bedürfnisse einsetzen, wenn ich dann im Sterbeprozess liege. Es nützt mich nichts zu entscheiden, dass ich zum Beispiel ab Morgen nichts mehr Esse und trinke damit ich in 7 Tagen tot bin. Spätestens am 7.Tag bin ich ohne Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr bewusstlos. Wer bestimmt dann über meinen weiteren Verlauf, wenn ich gefunden werde? Bestimmt nicht mehr ich. Da ist keine Selbstbestimmung mehr. Andere bestimmen und steuern den Ausgang mit. Ich kann selbstbestimmt meine Wünsche und Bedürfnisse äussern, ja, ich darf jedoch nicht der Überzeugung und Illusion verfallen, dass ich alleine bis zu meinem Tod ein Bestimmungsrecht habe. Deshalb hinterfrage ich diese sogenannte Selbstbestimmung und betrachte sie von einer anderen Perspektive aus.

 

Loslassen 

Aktualisiert am 14.April 2019

 

Wenn es um das Sterben geht und den Tod dann ist das Loslassen ein zentral wichtiges Thema. Wie kann mir ein einigermassen friedliches Sterben gelingen? Mit dieser Frage habe ich mich über Jahre beschäftigt. Tue es heute noch.

 

Es gibt Menschen, die sterben sehr sehr friedlich. Bei diesen Menschen erlebe ich den ganzen Sterbeprozess ruhig und natürlich. Je weniger ich dabei in den Sterbeprozess mit Medikamenten sowie Flüssigkeits- und Nahrungszufuhr eingreife desto friedvoller nehme ich den Prozess und das Eintreten des Todes wahr ( es gibt noch andere Perspektiven diesbezüglich auf die ich im Moment hier nicht eingehe ). Diese Menschen haben in ihrem Leben öfters das Loslassen geübt. Diese Menschen klammern weniger intensiv an geliebten Dingen. Sie sind eher bereit loszulassen und anzunehmen was ist wie es ist. Sie kennen öfters das Gefühl der Gelassenheit und Ruhe. Sie sind weniger dem Kontrollzwang unterlegen und wagen auch mal während ihrem Leben ein Abenteuer statt auf Sicherheit aufzubauen. Sie wirken weniger verbissen oder verkrampft. Brauchen weniger Ordnung und wirken spontaner. Ihr Ego ist weniger stark ausgeprägt. Man findet diese Menschen seltener an der Spitze von Führungspositionen ( ein Beispiel ) da diese enorm von der Angst und ihrem ausgeprägten Ego gesteuert werden, obwohl es nach Aussen hin auf den ersten Blick nicht so wirkt. Es gibt nur 2 Motivatoren in unserem Leben. Liebe oder Angst. Alles was wir tun, tun wir aus Liebe oder aus Angst. Wir klettern die Karriereleiter nicht aus Liebe hoch. Wir wollen in den Augen von anderen jemand sein da wir Angst haben in den Augen von anderen niemand zu sein. 

 

Das Loslassen beginnt bereits in der Kommunikation. Hast du auch schon beobachtet, dass wenn du in einem Gespräch eine Meinung vertrittst und diese nicht akzeptiert wird, du dich irgendwie nicht verstanden fühlst? Den Drang verspürst den anderen unbedingt von deiner Meinung zu überzeugen? Wenn du dies nicht erreichst, dich dann frustriert fühlst? Es fühlt sich wie ein Kampf an? Oder du dann resignierst und findest der hat ja keine Ahnung. Nur ich weiss was richtig ist? Oder nachgibst und denkst ja der hat schon Recht ich muss meine Meinung revidieren da meine Meinung nicht so gut ist wie die des Gegenübers. Dich klein machst und dich als minderwertig betrachtest?

 

Jetzt stell dir mal vor, du bemerkst in solch einem Gespräch, dass du da deine Meinung hast und die wie oben erwähnt versuchst zu verteidigen oder zu revidieren.  Jetzt versuch mal deine Meinung im Gespräch einfach fallen zu lassen. Schaue was dann bei dir passiert durch das Loslassen. 

Mir hilft oft in solchen Situationen, wenn ich denke: »Lass deine Meinung los». Oder ich benenne es laut als: »Da sind wir nicht gleicher Meinung». 

Meine Mutter hat mich letzthin zu dieser Erkenntnis gebracht. Ich hatte im Gespräch mit ihr etwas bestimmend meine Meinung vertreten. Sie hatte dabei ihre etwas andere Meinung dazu. Dann sagte sie aus dem Nichts heraus: " Da haben wir unterschiedliche Meinungen." Und schwupps, erinnere ich mich, das es gerade um das Training des Loslassen geht.

 

Übe das täglich mit deinen Kindern, deinem Partner, deinen Arbeitskollegen. Du wirst beobachten, wie entspannter sich Gespräche entwickeln können, wenn du deine Meinung loslässt. Wenn du ehrlich zu dir selbst bist und offen dafür bist deine Gedanken anzuschauen. Gedanken loslassen zu können im Leben und sich nicht an sie zu klammern, sich an ihnen festzuhalten sondern sie immer wieder loszulassen, ist eine grosse Bereicherung für mein Leben. Meine Angst reduziert sich, Gelassenheit und Seelenfrieden nehmen mehr Platz im Erleben ein. Ich schaffe mir mehr Raum für eine bedingungslose Liebe. Im Sterben werde ich gezwungen loszulassen ob ich will oder nicht das fragt mich der Tod nicht ( du wirst auch nicht gefragt).

 

Beginn 2019

 

Letzthin sass ich beim Friseur vor einem grossen Spiegel und unterhielt mich mit meiner jungen und aufgeschlossen wirkenden Friseurin Stefanie. Irgendwann stellte ich ihr die Frage, wie das denn so mit älteren Damen sei, welche ständig durch ihre Vergesslichkeit den Termin beim Friseur verpassen würden. Sie hielt ihren Kopf schief nach rechts und runzelte ihre Stirn. Nach einigen Momenten meinte sie sehr selbstbewusst zu mir, dass dies eigentlich gar nicht vorkomme. Sie hätten viele ältere Damen, welche wöchentlich zu ihnen kämen, um ihre Haare zu waschen, zu legen und zu föhnen. Ihre älteren Kundinnen seien sehr zuverlässig und pünktlich. 

Das erstaunte mich sehr, da ihre Aussage sich nicht mit meiner Annahme deckte. Weiter erzählte sie mir, dass wenn jedoch eine solche Kundin zum vereinbarten Termin nicht kommen würde, dann rufe man sie zu Hause an. Sei sie dann telefonisch auch nicht erreichbar, so würde ihr Chef die Polizei informieren. 

Ich sass auf meine Friseurstuhl und war hin und weg. Da ruft doch tatsächlich der Chef persönlich bei seiner Kundin an, um sich zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist.

Hast du gewusst, dass es dies in unserer heutigen Zeit noch gibt? Ich nicht.